Zweite Amels 80„Netto II“ startet erste Reise ins Mittelmeer

Sören Gehlhaus

 · 16.06.2026

Die zweite Amels 80 grenzt sich eindeutig über die Rumpffarbe ab, die Amels als metallisches Delfinblau bezeichnet.
Foto: Damen Yachting
In Vlissingen verabschiedete Damen Yachting die Amels 80 „Netto II“. Die zweite Einheit der 80-Meter-Miniserie verfügt über ein 517 Quadratmeter großes Eignerdeck, der Rumpf strahlt in Delfinblau-Metallic.

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Nachdem „Netto II“ den niederländischen Hafen Vlissingen verlassen hatte, nahm Kapitän Fraser Gow Kurs Mittelmeer. Im Frühsommer herrscht in der Großyachtindustrie reges Ablieferungstreiben. „Netto II“ ist bereits die zweite abgelieferte Einheit der Amels 80, die Damen Yachting mit Espen Øino entwickelte und 2022 erstmals digital vorstellte. Mittlerweile sind vom 80-Meter-Format fünf verkauft und sechs im Bau.

Zweite Amels 80 grenzt sich ab

Die zweite Amels 80 grenzt sich eindeutig über die Rumpffarbe ab, die Amels als metallisches Delfinblau bezeichnet. Der Wasserpass setzt sich platinfarben ab. Und vertraute ihre vor einem Jahr fertiggestellte Schwester „Pangea“ noch auf ein ganzes Arsenal an Radomen, so scheint die neue komplett auf flache Antennen zu setzen.

Laut Werft wurde das 80 Meter lange Schiff für einen erfahrenen Eigner gebaut, der die Yacht aktiv mit seiner abenteuerlustigen jungen Familie nutzen möchte. Die Inneneinrichtung entwickelte Sinot Yacht Architecture & Design. Kees de Keizer, der das Projekt als Vertreter des Eigners begleitete, beschreibt die Zusammenarbeit mit der Werft als reibungslos. Die Möglichkeiten zur individuellen Anpassung hätten es ermöglicht, die Vorstellungen des Eigners umzusetzen.

Raumaufteilung und Gästebereiche

An Bord finden bis zu 14 Gäste in sieben Suiten Platz. Das gesamte Eignerdeck umfasst 517 Quadratmeter, sechs weitere Kabinen verteilen sich auf das Hauptdeck. Die Crew besteht aus 20 Personen plus Kapitän. Auf dem Hauptdeck verfügt die Lounge über raumhohe Panoramafenster und öffnet sich zum Achterdeck. Das Sonnendeck bietet großzügige Außenflächen mit einem großen Whirlpool.

Der Beachclub öffnet sich auf drei Seiten zum Wasser und enthält einen Wellnessbereich mit Fitnessraum, Hammam und Sauna. Über diesem Bereich liegt auf dem Hauptdeck ein 6,5 Meter langer Pool mit Glasboden, der natürliches Licht in den darunter liegenden Beach Club bringt und eine visuelle Verbindung zwischen den Decks schafft. Eine Besonderheit sei eine Bar im Stil der 1960er-Jahre, die an ein Casino erinnert und nach den persönlichen Wünschen des Eigners gestaltet wurde.

Tendergarage und Heli-Pad

Im Bug befindet sich eine Tendergarage für verschiedene Beiboote und Wassersportgeräte. Auf dem Vordeck gibt es einen Touch-and-Go-Landeplatz für Helikopter, der für kurze Starts und Landungen genutzt werden kann. Die Rumpfform und das Antriebssystem sollen laut Werft einen leisen und komfortablen Betrieb auch auf längeren Fahrten ermöglichen.

Technische Daten Amels 80 „Netto II“

  • Länge: 80,00 m
  • Innenraumvolumen: 2.197 GT
  • Gästekapazität: 14 Personen in 7 Suiten
  • Crew: 20 Personen plus Kapitän
  • Eigner-Deck: 517 Quadratmeter
  • Pool-Länge: 6,5 Meter
  • Außendesign: Espen Øino
  • Innendesign: Sinot Yacht Architecture & Design
  • Konstruktion: Damen Yachting
  • Bauwerft: Damen Yachting, Vlissingen, Niederlande

​Über Damen Yachting

Amels ist die Flaggschiff-Marke von Damen Yachting, der Yachtbau-Sparte der Damen Shipyards Group. Die Werft beschäftigt rund 1.500 Mitarbeiter und baut neben Amels-Superyachten auch Xplorer-Expeditionsyachten und Yacht-Support-Schiffe. Die Limited Editions-Serie kombiniert bewährte Schiffskonstruktionen mit kürzeren Bauzeiten und individuellen Anpassungsmöglichkeiten. Für Kunden mit speziellen Wünschen bietet die Full Custom-Abteilung komplett individuelle Konstruktionen an.


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Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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