Bennettis erste Motopanfilo 37M

Sören Gehlhaus

 · 02.08.2021

Bennettis erste Motopanfilo 37M
Bennettis erste Motopanfilo 37M | 7M
Der 36,80 Meter lange GFK-Verdränger ging in Viareggio zu Wasser. Mit dem Nostalgie-Modell will Benetti die glorreichen Navetta-Zeiten der 60er Jahre wieder aufleben lassen.

Der Begriff Motopanfilo wurde im Italienischen synonym verwendet für Yachten von um die 40 Metern Länge, die für diese Zeit geradezu gigantische Motoryachten darstellten. Damalige Benetti-Eigner waren etwa Prinz Rainier von Monaco oder David Bowie, der in den Achtzigerjahren rauschende Feste an Bord feierte. Am Exterior-Entwurf der Neuauflage feilten die Werftverantwortlichen gemeinsam mit Designer Francesco Struglia. Auf vergangene Zeiten verweisen unter anderem der Baldachin des Beachchlubs und die klare Formensprache mit der bronzefarbenen Umrahmung der achterlichen Hauptdeckfenster. Auf dem Hardtop, das einen Teil des Sundecks beschattet, verortete Struglia ein Observation-Deck im XS-Format.

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Innen gestalteten Lazzarini Pickering Architect architektural im Stile des neuen Klassizismus, mit gebogenen Decken, die den Schottenverlauf betonen. Holz findet sich an Decken und Böden, nicht an den Wänden, die auf dem Hauptdeck zu großen Teilen aus Glas bestehen. In den fünf Kabinen für zehn Gäste bildet Stahlblau, als eine Weiterentwicklung von Marineblau, den Akzent.

Den von P.L.A.N.A. gerechneten 230 Tonner treiben zwei MAN-Aggregate mit 1029 oder 1213 Kilowatt Leistung auf 16 respektive 18 Knoten an. Bei zehn Knoten Fahrt und vollen Tanks ergibt sich für Benettis Motopanfilo 37M ein Aktionsradius von 3800 Seemeilen.

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Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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