Bravo! Oceanco launcht 109 Meter

Sören Gehlhaus

 · 19.11.2018

Bravo! Oceanco launcht 109 MeterFoto: Francisco Martinez
Bravo! Oceanco launcht 109 Meter | er
Die niederländische Großformat-Werft finalisiert derzeit mit Projekt „Bravo“ eine schwimmende Nuvolari-Lenard-Skulptur und die erste Voll-Hybrid-Motoryacht der Firmengeschichte.
Projekt "Bravo" | o"Foto: Francisco MartinezProjekt "Bravo" | o"

Der Stahl/Alu-Verdränger ist der sechste Exterior-Designauftrag, den Oceanco gemeinsam mit Nuvolari Lenard realisierte. Das Kreativduo aus Schiffbauingenieur Carlo Nuvolari und Designer Dan Lenard orientierte sich an ihren 82-Oceanco-Metern "Alfa Nero", zu erkennen am Pool auf dem Achterdeck, den flachen Aufbauten und dem elegant-schlanken Profil. Bei der 16,30 Meter breiten "Bravo" lässt sich jedoch eine gegenteilige Schwerpunktverteiligung beobachten: Die Aufbauten konzentrieren sich stärker auf das Heck, das Vordeck bleibt frei und der Steven ist nahezu lotrecht. Die Interiorgestaltung lag der Eigner in die Hände von Reymond Langton Design.

Projekt "Bravo" | o"Foto: Tom van OossanenProjekt "Bravo" | o"

"Bravo" ist das erste Produkt, das aus Oceancos strategischer Partnerschaft mit Lateral Naval Architects hervorgegangen ist. Der Ableger des Schiffbaubüros BMT Nigel Gee setzte erstmalig ein ganzheitliches Konzept um, das für erhöhte Effizienz die Verdrängung, das Antriebssystem und den Innenausbau intelligent ineinander verzahnt. Den Kern bildet der einstufige Maschinenraum mit einem Voll-Hybridantrieb. Der soll die 109 Meter im Batterie-Modus auch vollelektrisch bewegen können, speist aber in erster Linie das Boardstromnetz. Die anstehenden Tests auf der Nordsee werden zeigen, wie effizient der schnittige Rumpf von "Bravo" tatsächlich ist.

Projekt "Bravo" | o"Foto: Charl van RooyProjekt "Bravo" | o"
Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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