Cantieri di PisaNeuer Chef und ein 40-Meter-Projekt

Uske Berndt

 · 15.09.2026

Standort: Cantieri di Pisa arbeitet direkt am Navicelli Kanal, vor den Toren der Stadt mit dem schiefen Turm.
Foto: Cantieri di Pisa

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Eine Werft richtet sich neu aus. Eigentümer Enrico Gennasio übernimmt die operative Führung von Cantieri di Pisa. Neben dem Refit-Geschäft soll der Neubau wieder eine größere Rolle spielen. Dazu wird kräftig investiert.

Cantieri di Pisa ordnet seine Führungsstruktur neu. Enrico Gennasio, alleiniger Eigentümer der Werft, übernimmt zusätzlich die Rolle des Direktors. Die neue Organisationsstruktur soll vor allem drei Ziele unterstützen: steigende Produktionszahlen, die Konsolidierung des Refit-Geschäfts und die Umsetzung neuer Yachtprojekte.

Cantieri di Pisa wurde 1945 gegründet und ist vor allem für die Akhir-Reihe bekannt. In den vergangenen Jahrzehnten prägten deren Linien und die Zusammenarbeit mit dem Designer Pierluigi Spadolini das Erscheinungsbild der Marke.

Neustart seit 2021

Die aktuelle Entwicklung geht auf die Übernahme durch Enrico Gennasio im Jahr 2021 zurück. Seitdem hat die Eigentümerschaft in Fachkräfte, den Erhalt der Belegschaft und den Wiederanlauf der Produktion investiert. Ziel war es, die Werft wieder als wettbewerbsfähigen Anbieter auf dem Yachtmarkt zu positionieren. Parallel zum Refit-Geschäft gilt es, die frühere Rolle im Neubaugeschäft zurückzugewinnen.

40 Meter langes Stahl-Alu-Projekt

Die Custom-Yacht mit einer Länge von 40,14 Metern ist bereits an einen europäischen Eigner verkauft und befindet sich im Bau. Dabei handelt es sich um den ersten vollständig aus Metall gebauten Neubau in der Geschichte von Cantieri di Pisa. Die Auslieferung ist für Sommer 2027 vorgesehen. Anschließend macht das Format beim Cannes Yachting Festival fest.

Als Material für den Rumpf ist Stahl vorgesehen, die Aufbauten entstehen aus Alu und Komposit. Die geplante Höchstgeschwindigkeit liegt bei 15 Knoten, die Reichweite mit zehn Knoten Fahrt bei rund 2.500 Seemeilen.

Mehr Personal und neue Modelle

Wenn die Produktion anläuft, soll die Belegschaft erweitert werden. Gleichzeitig will die Werft neue Modelle entwickeln und dafür ihre Fertigung und Infrastruktur ausbauen. Zu den bisherigen Linien zählen Super Polaris und Saturno sowie eine aufgefrischte Akhir-Reihe. 2025 kündigte die Werft eine Partnerschaft mit T. Mariotti für die Entwicklung und den Bau von Custom-Yachten mit mehr als 50 Meter Länge an.

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Uske Berndt

Uske Berndt

Redakteurin News & Panorama

Uske hat eine Schwäche für die ganz Großen und schreibt vor allem Geschichten über motorisierte Superyachten: Neubauprojekte, Wasserungen und detaillierte Porträts. Dabei nimmt sie die Leser über alle drei bis sechs der schwimmenden Etagen mit, erklärt die Antriebstechnik und die Finessen des Interieur-Designs. Je exklusiver und spezieller, desto besser.

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