Die Lego-Werft

Sören Gehlhaus

 · 17.11.2020

Die Lego-WerftFoto: Tom van Oossanen
Die Lego-Werft | ft
Der Niederländer Arjan Oude Kotte baut Yachten aus Legosteinen. Die stehen auf den Originalen oder werden als abgespeckter Bausatz von Eignern verschenkt.

In der Lego-Fangemeinde ist Arjan Oude Kotte so etwas wie ein Star. Kotte fertigt nämlich nicht etwa nach Vorgaben der dänischen Spielzeugdesigner Raumschiffe oder Ritterburgen, sondern stellt selbst geplante Schiffsmodelle aus den weltbekannten Plastiksteinchen her. Neben Fähren, Schleppern und Eisbrechern gehören inzwischen auch Yachten zu seinen Referenzen. Für den Eigner der 63 Meter langen und bei Hakvoort gebauten „Scout“ entwickelte er ein 1:53-Modell mit Tendern und Beleuchtung sowie 25 Bausets zum Verschenken aus jeweils 782 Steinen.

Exklusiv-Präsent: Eins von 25 Bausets, die aus 782 Steinen bestehen und die der Eigner an ausgewählte Personen verschenkt.

Ebenso aufwendig war das aktuelle Projekt von Kotte und seinem Unternehmen Konajra: Für die Anfertigung eines ein Meter langen Lego-Modells von „Najiba“ plante er zunächst sechs Wochen mit einem Lego-CAD-Programm und setzte die 58 Meter lange Feadship dann innerhalb von vier Wochen aus 7000 Steinen zusammen. In den vergangenen neun Jahren erstellten Kotte und sein Team bislang 33 Modelle für 21 Auftraggeber und verwendeten dabei über 1,5 Millionen Lego-Steine. Verklebt wird dabei übrigens kein einziges Teil; jedes Yachtmodell lässt sich komplett wieder auseinandernehmen.

Letzte Drapierungen: Der Meister Arjan Oude Kotte und sein ein Meter langes Modell.
Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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