Sören Gehlhaus
· 07.12.2023
Viceroy ist 17,50 Meter lang, hat eine Spannweite von knapp 20 Metern, soll halb so viel kosten wie Flugzeuge und 30 Dezibel leiser sein als diese. Pro Flügel drehen sich vier E-Motoren mit jeweils 120 Kilowatt Leistung, was in Kombination mit dem Luftkissen 156 Knoten schnelle Flüge ermöglichen soll. Die Maximalreichweite wird mit 180 Seemeilen angegeben, wobei die Kapazität der Batterien nicht näher spezifiziert wird. Über die T-Foils an Bug und Heck hebt die gut 15 Tonnen verdrängende Viceroy nur beim Start und der Fortbewegung in Hafennähe ab. Den Rumpf prägt ein tief ausgeprägtes V, um hohe Aufsetzgeschwindigkeiten komfortabel abzufedern.
Das Start-up ist sich finanzieller Rückendeckung von Risikokapitalgebern gewiss, ein Prototyp im Maßstab 1:4 fliegt seit 2022. Es seien bereits Aufträge von Fluggesellschaften und Fährunternehmen mit einem Gesamtvolumen von über 7,9 Milliarden US-Dollar eingegangen. Zu den Partnern zählt unter anderen die deutsche Fährreederei FRS, die zwei Flugzeuge für je zwölf Passagiere geordert hat.

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV