Es ist wieder soweit: Die Flagship-Night lockte rund 450 geladene Gäste aus der Wassersportbranche in den großen Saal des CCD Süd. Wie jedes Jahr, feierte der Delius Klasing Verlag und die Düsseldorfer Messegesellschaft die Gewinner des „Powerboat of the Year Award 2026“. Im prunkvoll beleuchteten Saal herrschte gespannte Vorfreude, als sich alle fragten: Wer wird die begehrten „Oscars der Motorboote“ mit nach Hause nehmen?
Im Vorfeld wurden aus jeder Kategorie fünf Boote nominiert. Gewinnen kann zwar nur eines – doch schon die Nominierung ist eine hohe Auszeichnung. Sie würdigt die Werften und die sorgfältige Arbeit, die in jedes Boot investiert wurde.
Die Sieger wurden nacheinander von Martin Hager, Chefredakteur der Wassersport-Abteilung bei Delius Klasing, und Moderator Marcus Baur verkündet. Begeistertes Applaudieren und Jubelrufe begleiteten jenen Moment, wenn die Gewinner die Bühne betraten. In diesem Jahr gab es die folgenden Kategorien: Sportboote bis 10 Meter, Motoryachten bis 14 Meter, Motoryachten bis 18 Meter, Motoryachten bis 24 Meter sowie, die Kategorie Katamarane. Elektroboote wurden nicht berücksichtigt, da nur wenige neue Modelle auf den Markt gekommen waren.
Die Auswahlkriterien für die Awards umfassten Design, Innovation, Verarbeitungsqualität, Fahrleistung, Funktionalität sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Preisträger wurden von einer Jury aus Fachjournalisten und Experten ausgewählt, die in führenden europäischen Motorboot-Magazinen tätig sind. Dazu zählen: „Båtmagasinet“ (Norwegen), „Neptune“ (Frankreich), „Náutica y Yates“ (Spanien), „marina.ch“ (Schweiz), „Yachtrevue“ (Österreich) und BOOTE (Deutschland). Die Gewinner überzeugten nicht nur durch ihre Technik, sondern auch durch innovative Ideen und außergewöhnliches Design – ein umfassender Einblick in die Welt der Spitzen-Motorboote 2026.
Die Sea Ray SDX 270 Surf ist genau das Boot, von dem viele junge Wassersportler träumen: ein vielseitiges Boot für Tagestouren, entspannte Abende mit Musik und einem Bier am Ankerplatz und gleichzeitig perfekt für Wassersport und Funaktivitäten. Die SDX vereint all diese Eigenschaften in einem Boot. Die Sitzecken im Heck und im Bug laden zum Verweilen ein und bieten genügend Platz für eine größere Gruppe. Das integrierte, moderne Surf‑System sorgt für ein besonderes Fahrerlebnis: Ballasttanks mit 862 kg, elektrische Surf‑Tabs und eine intelligente Steuerung erzeugen gezielt saubere, surfbare Wellen. Angetrieben wird die SDX 270 Surf von einem 6,2‑Liter‑MerCruiser‑Motor mit DTS-Antrieb. Anders als klassische Antriebe schiebt dieser Motor das Boot nicht einfach nur, sondern zieht es durchs Wasser. Was die Sicherheit für Wassersportler erhöht, die hinter dem Boot ins oder aus dem Wasser gehen möchten. Eine klappbare Stufe auf der Heckplattform, die unter der Wasseroberfläche liegt, erleichtert zusätzlich den Ein- und Ausstieg. Das Besondere und der Grund, wieso das Modell gewonnen hat, ist ihre Vielseitigkeit: ein echtes Lifestyle-Boot.
„Wakesurfing wird in unserer Region immer beliebter. Mit der Surf Edition bietet die neue Sea Ray 270 die ideale Plattform.“ – Roland Regnemer von „Yachtrevue“
Vor knapp zwei Jahren begannen die ersten Ideen zur Windy SR40, entworfen von dem bekannten Superyacht-Designer Espen Øino. Das Boot vereint sportliche Eleganz mit hoher Funktionalität und Sicherheit: So legte die Werft unter anderem besonderen Wert auf die Höhe des Freibords, die das Sicherheitsgefühl an Bord steigert. Der Steuerstand ist durch ein komplett nach oben gezogene Windschutzscheibe und eine, an den Seiten verschließbare Kabine geschützt, was weiteren Komfort und Sicherheit garantiert. Und das nicht nur für den Fahrer. Auch die Passagiere sind so vor Gischt oder Wind geschützt. An Deck bietet die SR40 flexible Sonnenliegen, vorne mit verstellbarer Rückenlehne und im Heck ein umfunktionierbares Sofa für drei Personen. Der großzügige Walkaround-Deckbereich erlaubt ungehindertes Bewegen. Innen überzeugt das Boot die Jury mit einer kompletten Kabine inklusive Bad und einem Doppelbett, das sich zu einem Sofa umbauen lässt. So kann die Kabine als Schlafbereich für zwei oder als zusätzlicher Aufenthaltsraum genutzt werden. Die Windy SR40 ist sowohl mit Außenbordern als auch mit Inboard-Motoren erhältlich. Ein echtes Meisterwerk der skandinavischen Werft.
„Die Windy SR40 richtet sich an alle, die einen sportlichen, eleganten Wochenend-Cruiser suchen.“ – Ole Henrik Nissen-Lie von „Båtmagasinet“
Die Menorquín 48 FB wird, wie der Name es bereits verrät, auf Menorca gefertigt. Seit über 50 Jahren baut die Werft dort Boote und bleibt dabei bewusst ihren traditionellen Formen und ihrer Vorstellung davon treu, wie ein Boot sein sollte. Die Menorquín FB ist kein schwimmender Protzpalast voller Extras, sondern ein zurückhaltendes, authentisches Boot mit Charakter. Dennoch verzichtet sie keineswegs auf moderne Technik. So ist beispielsweise die Badeplattform hydraulisch ausgeführt. Das Außendesign des Rumpfes orientiert sich klar an traditionellen Booten aus dem Mittelmeerraum. Am Heck findet sich etwa die Aufnahme für ein ehemals angehängtes Ruder. Heute rein dekorativ, aber ein charmantes Detail, das die Herkunft des Bootes widerspiegelt. Auch am Bug ist der hölzerne Vorsteven originalgetreu nachgebildet. „Charmant“ ist hier das passende Stichwort: Viel Holz, helle Polster und liebevolle Handarbeit prägen das Erscheinungsbild. Holz- und Handwerksliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten und ganz nebenbei überzeugt auch das Fahrverhalten des Rumpfes. Unter Deck setzt sich der stilvolle und stimmige Eindruck konsequent fort. Für die Jury war daher schnell klar: Tradition gepaart mit perfekter Handwerkskunst muss ausgezeichnet werden.
„Die Menorquín 48 aus Menorca verbindet mediterrane llaüt Tradition mit moderner Bootsbau-Technik.“ – Diego Yriarte von „Nautica Y Yates“
Wenn die De Antonio D60 um die Ecke biegt, ist sofort klar, um welche Werft es sich handelt. Optisch bleibt die 60er ihren kleineren Schwesterschiffen treu und trägt die markentypische Designsprache konsequent weiter. Ein besonderes Werft-Merkmal haben die Spanier auch bei ihrem neuen Flaggschiff beibehalten: Der Antrieb erfolgt über Außenbordmotoren, die unter der Liegefläche im Heck verborgen sind. Konkret kommen vier Mercurys mit jeweils 600 PS zum Einsatz. Das man bei 60 Fuß nicht mehr über Platz sprechen muss, versteht sich fast von selbst. Sowohl im Bug als auch im Heck bietet das mediterran ausgelegte Layout großzügige Orte zum Entspannen und Sonnen. Ein besonderes Highlight ist das Dach: Statt einer klassischen Flybridge gibt es hier eine Liegefläche. Wer die Sonne ganz oben genießen möchte, findet hier seinen Lieblingsplatz an Bord. Der Zugang ist ebenso ungewöhnlich wie clever gelöst – über ein Bücherregal im Salon, das als Treppe dient, geht es nach oben. Eine Idee, die nicht nur innovativ ist, sondern vor allem Kinder begeistern dürfte. Wann darf man schließlich schon einmal an einem Bücherregal nach oben klettern? Für die Jury war genau diese Mischung aus Innovation, Design und Mut zu unkonventionellen Lösungen einer der Hauptgründe, warum die De Antonio D60 den Preis in ihrer Kategorie gewonnen hat.
„Die De Antonio D 60 vereint Luxus, Platz und bis zu 4 × 600 PS bei versteckten Außenbordern – ein neues Maß für Motoryachten.“ – Lori Schüpbach von „Marina.ch“
Der BGF45 ist der erste Vertreter einer völlig neuen Range von Multihulls mit foil‑unterstützter Technologie, die ihre direkten Vorbinder in dem Hochgeschwindigkeits-Rennsport haben. Die Idee nahm ihren Anfang in einem außergewöhnlichen Projekt: einem hydrogenbetriebenen Foiling-Verfolgungsboot für den America’s Cup für das Team American Magic. Und es funktionierte: Das Boot flog bei 50 Knoten über das Wasser; völlig emissionsfrei. Aus dieser Erfahrung entstand die Vision: Technologie, Effizienz und Nachhaltigkeit in ein Freizeitschiff zu übertragen. Nach dem Cup war es soweit: Bluegame präsentierte den BGF45 erstmals für den offenen Markt. Trotz der doch eher sportlich schlanken Linien für einen Katamaran bietet das Boot überraschend viel Platz an Deck. Unter Deck gelangt man über die jeweiligen Rümpfe, wobei der Eigner-Rumpf die Bugsektion mit dem eingerahmten Bett beansprucht. Besonders überzeugend für die Jury war die Geschichte des Bootes: wie aus einem innovativen Cup-Projekt ein Serienboot wurde, das die DNA und Materialen des Rennsports mit dem Komfort und der Idee eines modernen Freizeitboots verbindet – wirklich außergewöhnlich.
„Bei diesem Katamaran begeistert nicht nur das Boot selbst, sondern vor allem die Geschichte dahinter.“ – Ole Puls von „BOOTE“