Interview mit Stassi Anastassov„Riva ist eine lange Liebesgeschichte“

Uske Berndt

 · 16.06.2026

An der Spitze der Ferretti Gruppe: Stassi Anastassov fährt mit dem RIB über den Genfer See und trainierte seine segelnden Töchter.
Foto: Ferretti Group
Stassi Anastassov: Ja und nein. Ich bin ein total engagierter Segler, der seine Kinder trainiert. Seit 25 Jahren begleite ich meine beiden Töchter. Olivia, die jetzt 26 ist und Amanda, 24 Jahre. Sie fingen schon 2006, 2007 mit dem Opti an und haben an Europa- und Weltmeisterschaften teilgenommen. Und tatsächlich wurde meine Tochter Amanda Anastassov 2017 Jugendweltmeisterin für die Schweiz. In der Nacra15-Klasse.

Vier Fragen an Stassi Anastassov, der neue Mann an der Spitze der Ferretti Gruppe. Für mehr war keine Zeit am Rande der Mittsommer-Feier zu Ehren der neuen Riva 54METRI. BOOTE EXCLUSIV wollte wissen, ob und wie sich der Geschäftsmann mit Wohnsitz in der Schweiz selbst auf dem Wasser die Zeit vertreibt und wie die Marke Riva ihn begeistert.

BOOTE EXCLUSIV: Stehen Sie auch am Ruder bzw. sind Sie selbst Segler?

Okay, dann war Ihr Training ein großer Erfolg.

Ja, ich kenne mich sehr gut in der Welt des Segelsports aus, würde mich persönlich aber nicht als Segler bezeichnen. Ich war schon immer nah am Wasser, hatte schon immer eine Verbindung zum Meer, zu Seen und zu Booten. Wasser war schon immer Teil des Lebens von mir, von meinen Kindern und meiner Frau Maria.

Aber Sie haben selbst keine Yacht?

Nein. Bei uns in Genf haben wir ein großes RIB. Von Genf aus fahren wir schnell rüber nach Frankreich und so weiter. Aber der Genfer See ist nicht unbedingt ein See für große Yachten. Aber die Dinge können sich ändern. Und sie werden sich ändern.

Kommen wir zu Riva. Dachten Sie immer schon, dass es eine interessante Marke ist und Sie mal dort arbeiten würden? Oder ist die Ferretti Gruppe auf Sie zugekommen?

Ja, sie kamen auf mich zu. Für mich ist Riva eine Art lange Liebesbeziehung, denn die Schönheit von Riva ist seit jeher ikonisch und unverändert. Ich bin verliebt in Marken. Ich bin mittlerweile so weit, dass ich auch meine eigenen Uhren entwerfe. Das hier ist zum Beispiel mein eigener Entwurf (zeigt seine sportlich-maritime Armbanduhr).

Die ist sehr schön.

Ich liebe Design und Marken. Und ich finde, dass Riva einer der großartigsten Erfolge ist. Wenn die Leute wählen könnten, würden sie sich die ursprüngliche Riva wünschen, idealerweise auf 50, 60 Meter Länge. Was bringt die Leute dazu, diese schöne 54Metri zu kaufen? Es ist dieses Image einer klassischen Riva, der Sophia Loren-Riva. Es ist diese ganze Schönheit, die Geschichte und das Design. Ich liebe Marken, die es im Laufe der Zeit geschafft haben, ihr Erbe zu bewahren und zu pflegen, wie zum Beispiel Hermès.

Wenn die Riva 54METRI dort unten Ihre Yacht wäre, wo würden Sie an Bord den Tag verbringen? Was wäre Ihr Lieblingsplatz?

Ich würde zuerst zum Esstisch gehen. Ich glaube, dass in meiner Kultur und der meiner Eltern soziale Aktivitäten immer mit einem guten Abend- oder Mittagessen verbunden waren und sind. Also würde ich dafür sorgen, dass ich einen schönen Esstisch habe, an dem ich meine Familie und meine Freunde bewirten kann. Und dann, sobald man diese Harmonie hergestellt hat, springt man natürlich ins Wasser.

Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Uske Berndt

Uske Berndt

Redakteurin News & Panorama

Uske hat eine Schwäche für die ganz Großen und schreibt vor allem Geschichten über motorisierte Superyachten: Neubauprojekte, Wasserungen und detaillierte Porträts. Dabei nimmt sie die Leser über alle drei bis sechs der schwimmenden Etagen mit, erklärt die Antriebstechnik und die Finessen des Interieur-Designs. Je exklusiver und spezieller, desto besser.

Meistgelesen in der Rubrik Boote