Sunseeker behält bisherige InvestorenSteve Timms wird Interims-CEO

Uske Berndt

 · 10.04.2026

Sunseeker behält bisherige Investoren: Steve Timms wird Interims-CEOFoto: Sunseeker International
Steve Timms leitet zunächst die Geschäfte der Werft.
Die geplante Übernahme von Sunseeker International durch KCP und Lionheart Capital ist gescheitert. Die bisherigen Kreditgeber Cheyne Capital und Cross Ocean Partners übernehmen stattdessen die Werft. Steve Timms leitet das Unternehmen als Interims-CEO.

Sunseeker International bestätigt, dass die aktuellen Investoren Cheyne Capital und Cross Ocean Partners ihre bestehende Beteiligung beibehalten. Die im März angekündigte Übernahme durch die private Investmentfirma KCP kommt nicht zustande. KCP konnte zusammen mit Lionheart Capital den vereinbarten Schuldenkauf und die anschließende Aktienübernahme nicht innerhalb der vorgegebenen Frist abschließen.

Die Vereinbarungen zur Finanzierung ließen sich somit nicht rechtzeitig finalisieren. Daraufhin sprangen die bestehenden Kreditgeber Cheyne Capital und Cross Ocean Partners ein und kündigten die Übernahme der Geschäfte an - vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen. Siehe auch 2024: Sunseeker wird verkauft.

Neue Führung und trotzdem Kontinuität

Steve Timms übernimmt als Interims-CEO die Leitung von Sunseeker International. Der ehemalige Chief Operating Officer bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung im Unternehmen mit, daher kennt er die Strukturen und Prozesse. Er führt die Werft, während ein dauerhafter Nachfolger gesucht wird, und Antony Sheriff bleibt dem Unternehmen als Berater erhalten. Die Kontinuität in der Führung soll den laufenden Betrieb und die strategische Neuausrichtung sicherstellen.

Sunseeker investiert in Produkte und Belegschaft

Cheyne Capital und Cross Ocean Partners planen zusätzliche Investitionen in die Produktpalette, den Betrieb und die Belegschaft der Werft. Die Mittel sollen in den kommenden Monaten fließen. Die Investoren verfolgen die Anfang 2026 vorgestellte Strategie weiter, die Sunseeker im Superyacht-Segment stärker positionieren soll.

Die britische Werft mit Sitz in Poole baut seit Jahrzehnten Motor- und Superyachten. Die neuen Eigentümer wollen die Wettbewerbsfähigkeit durch gezielte Investitionen in Entwicklung und Produktion ausbauen. Details zu den geplanten Projekten und Modellen nennt das Unternehmen nicht.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
Uske Berndt

Uske Berndt

Redakteurin News & Panorama

Uske hat eine Schwäche für die ganz Großen und schreibt vor allem Geschichten über motorisierte Superyachten: Neubauprojekte, Wasserungen und detaillierte Porträts. Dabei nimmt sie die Leser über alle drei bis sechs der schwimmenden Etagen mit, erklärt die Antriebstechnik und die Finessen des Interieur-Designs. Je exklusiver und spezieller, desto besser.

Meistgelesen in der Rubrik Boote