Die Werft in Civitavecchia erstreckt sich über 34.000 Quadratmeter im Hafengebiet und übernimmt die Kernphasen des Rumpfbaus. Dazu gehören die Stahl- und Schweißarbeiten, Systeminstallationen und die erste Ausstattung.
Nach Abschluss dieser Bauphase werden die Rümpfe über Land zu einem schwimmenden Ponton gebracht, verladen und nach Genua geschleppt. Dort erfolgen die finale Ausstattung, Inbetriebnahme, Probefahrten und Übergabe an die Eigner. Dieses Verfahren ermöglicht der Werft die direkte Kontrolle über alle Bauphasen und sichert einheitliche Standards.
Im Juli 2025 fand der erste Transfer statt. Die Produktion läuft nun weiter auf Hochtouren, für 2026 sind vier Transporte fest geplant. Ende März verließen die ersten beiden Einheiten mit 50 und 55 Metern Länge gemeinsam auf einem schwimmenden Ponton die Werft in Civitavecchia.
Zwei weitere Transporte sind bis zum Sommer vorgesehen. Zusätzliche Verschiffungen nach Genua folgen in den kommenden Monaten. Die Anlage in Civitavecchia arbeitet derzeit an sieben Yachten zwischen 50 und 72 Metern in verschiedenen Baustadien. “Milano” von Tankoa
Parallel dazu stärkt die Werft ihre Präsenz in der Region durch ein Netzwerk von Fachkräften, Zulieferern und Spezialisten aus der maritimen Industrie. Das weitere Wachstum wird durch Partnerschaften mit lokalen technischen Instituten und Ausbildungszentren unterstützt. Gleichzeitig verlagert Tankoa zunehmend Aktivitäten ins eigene Haus und reduziert die Abhängigkeit von Subunternehmern. Das Ziel: mehr Kontrolle und Sicherheit sowie konstant hohe Qualitätsstandards.
Seit 2020 hat sich Tankoa Yachts deutlich verändert. Damals operierte das Unternehmen ausschließlich von seiner historischen Anlage in Genua mit rund 30 Mitarbeitern. Pro Jahr entstand eine einzige große Yacht. Heute arbeitet die Werft an zwei Standorten mit mehr als 120 direkten und etwa 600 indirekt beschäftigen Mitarbeitern. Die Produktpalette erstreckt sich von 45 bis 80 Meter, pro Jahr können drei bis vier Yachten ausgeliefert werden.
Zu den aktuellen Highlights zählen der Rumpfbau für ein 72-Meter-Projekt und die Kiellegung für Project Dream. Die 61 Meter lange Custom wurde im Sommer 2025 verkauft und soll Anfang 2029 beim Kunden sein. Axis Group Yacht Design lieferte die Konstruktion, während Konzept, Layout und Außendesign von Horacio Bozzo stammen. Die 72 Meter sind seine erste Zusammenarbeit mit der Werft. Die Innenausstattung stammt von Sinot, ausgewählt vom Eigner persönlich.
Project Dream schließt die Lücke zwischen einer 60- und einer 70-Meter-Plattform. Sie bietet das Volumen und den Komfort einen typischen Yacht über 70 Meter, zugleich behält sie die Effizienz eines 60-Meter-Rumpfes bei.
Projekt Dream verfügt über einen außergewöhnlich großen Strandbereich, der sich über drei Seiten durch klappbare Plattformen öffnet und direkt mit dem Wellnessbereich verbunden ist. Hier gibt es Gym, Sauna sowie einen Raum für Massagen und Kosmetik-Anwendungen.
Das Eigner-Apartment befindet sich auf dem Oberdeck und umfasst eine private Terrasse mit Swimmingpool. Das Bordleben konzentriert sich auf das Sonnendeck mit Pool Nummer zwei. Ein dritter Pool befindet sich achtern auf dem Brückendeck. Von dort sind es nur wenige Schritte zur Kino-Lounge. Film ab!

Redakteurin News & Panorama
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