Thorsten Trojan
· 04.04.2026
„Wettbewerb ist Angeln ohne Ausreden.“ Du merkst sofort, was wirklich funktioniert – am Boot, an der Technik, im Team. Und du merkst genauso schnell, wo du dir im Alltag etwas „schönredest“. Im Turnier zählt nur: Ist dein Ablauf stabil?
Layout. Das ist unsexy, aber wahr. Wenn alles seinen Platz hat, bleibst du ruhig. Und Ruhe ist am Ende schneller als jede Hektik. Ein schnelles Boot ohne Ordnung ist wie ein Sportwagen mit losem Werkzeug im Fußraum.
Wir haben Zonen. Bug ist Bug – da liegt nur, was dort gebraucht wird. Heck ist Heck. Das Board hat seinen Platz. Kescher hat seinen Platz. Und alles, was nicht zwingend ist, bleibt weg. Chaos ist Zeitverlust – und Zeitverlust macht Fehler.
Diskussionen. „Sollen wir …? Vielleicht doch …?“ Du brauchst Entscheidungsregeln: Wenn Spot A nicht läuft, wechseln wir nach X Minuten. Wenn der Wind dreht, nehmen wir Plan B. Und dann ziehen wir das durch.
Alles, was schnell bedienbar ist, hilft. Stören kann alles, was dich in Menüs zieht. Du musst dein Set-up so kennen, dass du es nicht „bedienst“, sondern nutzt. Sonst bist du irgendwann mehr Techniker als Angler.
Wir gehen das Boot wie eine Checkliste durch: Fixpunkte, Batterien/Stecker, Notfall-Kit, Werkzeug, Köderlogik. Dann ist Schluss. Du kannst dich nicht in die Nacht hinein optimieren. Schlaf ist auch Performance.
Rollen sparen Worte. Einer fährt. Einer ist für das „Handling“ zuständig. Einer für die „Dokumentation“. Und jeder kann den anderen ablösen, aber nicht gleichzeitig. Wenn jeder alles macht, macht irgendwann keiner etwas richtig.
Saubere Installation und klare Beschriftung. Das klingt klein, ist aber riesig. Wenn im Stress etwas ausfällt, willst du nicht raten. Du willst wissen.
Der JuniorCup ist mehr als „süß“. Er ist ernst. Die Kids lernen Respekt, Routine, Sicherheit. Und sie bringen frischen Blick. Das tut dem Sport gut – und uns Erwachsenen auch.
Total. Weil es Rhythmus ist. Nicht nur „schnell“, sondern „lange gut“. Da zeigt sich, ob dein System auch nachts trägt – körperlich, mental, technisch. Das ist eine andere Art von Druck.
Fang bei deinem Boot an, nicht bei deinem Köder. Bau dir einen Ablauf. Üb das Handling. Mach’s sauber. Wenn du ruhig bleibst, wirst du automatisch besser – und irgendwann auch schneller. Das Turnier in Kampen, die 24h, ist im Übrigen wie gemacht für Angler, die „Turnier“ einmal ausprobieren wollen. Letztes Mal haben „Newcomer“ das Feld dominieren können.

Freier Autor, Angelexperte