Damit die Interessen der Sportbootfahrer in die Diskussion bei der diesjährigen Biofouling-Management-Konferenz einfließen, unterstützen der DMYV und der DSV eine aktuelle Umfrage zu Antifouling und Bewuchsschutz. Als Fachverband kenne man die Anforderungen, die Wassersportler an moderne Antifouling-Systeme stellen, und setze sich dafür ein, dass diese bei künftigen Regelungen und Empfehlungen berücksichtigt würden, heißt es in einer Mitteilung des DSV.
Die Umfragen der Verbände gab es bereits im vergangenen Jahr. Nun ist der Fragenkatalog gemeinsam mit dem BSH noch einmal erweitert worden. Ziel sei es, “ein noch genaueres Bild der Situation in der Sportschifffahrt zu erhalten, um daraus praxisnahe Handlungsempfehlungen ableiten zu können”.
Die Ergebnisse fließen in den Kongress ein und werden anschließend auf der Website des BSH veröffentlicht. „Je mehr Seglerinnen und Segler an der Umfrage teilnehmen, desto besser können wir die Bedürfnisse der Sportschifffahrt gegenüber Wissenschaft, Wirtschaft und Politik vertreten“, betont Rainer Tatenhorst, Leiter der Abteilung Fahrten- und Freizeitsegeln des DSV.
Die Umfrage des DMYV umfasst insgesamt 20 Fragen, die Teilnahme dauert etwa zehn Minuten und ist bis 13. September möglich.
Bootssportler, die ihre eigenen Erfahrungen zum Thema Biozid-freie Beschichtungen teilen möchten, können sich unter antifouling@dmyv.de direkt an den DMYV wenden. Der Umweltbeauftragte des zuständigen DMYV-Referats freut sich über Rückmeldungen!
Die Biofouling-Management-Konferenz findet vom 1. bis 2. Oktober 2026 auf Norderney statt. Organisiert wird sie vom Green Shipping Kompetenzzentrum Niedersachsen in Zusammenarbeit mit dem Maritimen Cluster Norddeutschland e. V., dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sowie der Dr. Brill + Partner GmbH – Institut für Antifouling und Biokorrosion.
Für detaillierte Informationen zum Thema Antifouling bietet das Umweltbundesamt einen Bewuchsatlas an. Dieser enthält Empfehlungen zur Auswahl geeigneter Antifouling-Methoden für verschiedene Reviere.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) stellt zudem einen E-Learning-Kurs bereit. Dieser behandelt Themen wie Biofouling, invasive Arten, Umweltbelastungen und deren Vermeidung sowie alternative Reinigungsmethoden. Der Kurs bietet eine moderne und informative Aufbereitung des Themas. Ein zusätzliches YouTube-Video erklärt die Problematik invasiver Arten und deren Bedeutung für die Sportschifffahrt.
Das Maritime Cluster Norddeutschland ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Verbänden aus der maritimen Wirtschaft in Norddeutschland. Es fördert die Vernetzung und den Wissensaustausch in der Branche und unterstützt Innovationen im maritimen Sektor.

Textchef YACHT
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