WieltseeHafenmeister äußert sich zu den Diebstählen

Janek Struchholz

 · 22.09.2026

Das Versicherungs-Special wird präsentiert von
Das Versicherungs-Special
Wieltsee: Hafenmeister äußert sich zu den DiebstählenFoto: Stefan Kern / Marina Wieltsee
Der neue Betriebsleiter Stefan Kern vor der Marina Wieltsee
Nach mehreren Einbrüchen und Motorendiebstählen am Wieltsee reagiert nun auch die Marina: Der neue Betriebsleiter kündigt zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an. Neben einem Ausbau der Videoüberwachung setzt er auf die Aufmerksamkeit und Mithilfe der Hafengemeinschaft. Zugleich verfolgt er größere Pläne für die weitere Entwicklung des Standorts.

Themen in diesem Artikel

​Wie BOOTE online berichtete waren am Wieltsee in den letzten Wochen mindestens sieben Boote von Diebstählen und Vandalismus betroffen. Nach dem Diebstahl von zwei Motorbooten aus der Marina Wieltsee hat sich nun der Hafenmeister geäußert. Die Täter hatten die Außenbordmotoren demontiert und die Boote anschließend führerlos auf der Weser zurückgelassen. Die Polizei prüft weiterhin, ob zwischen den einzelnen Vorfällen ein Zusammenhang besteht.

Abschreckung gegen Diebstähle

Die letzten Wochen sind auch an Stefan Kern nicht spurlos vorbeigezogen. Der Hafenmeister der Marina Wieltsee hat den Hafen am 01. August übernommen, kurz darauf begann die Diebstahlserie.

Natürlich beobachten wir die aktuelle Situation. Die Derzeitige Entwicklung nehmen wir daher ernst und verfolgen aufmerksam, was rund um den See passiert.”

Stefan Kern möchte die Marina nun mit Sicherheitsausrüstung wie etwa Überwachungskameras ausstatten. Eine hundertprozentige Garantie, dass sich dadurch die Einbrüche und Diebstähle verhindern lassen, möchte er aber nicht aussprechen.

Eigner sollen wachsam sein

Vielmehr sei es ihm wichtig auch die Eigner einzubinden. Insbesondere bei hochwertiger Ausrüstung sollen die Besitzer darauf achten die Außenborder mit geeigneten Schlössern oder Ketten zu sichern. Das bringe zwar keine Garantie, erschwere möglichen Dieben aber den Erfolg.

Das Ziel der Maßnahmen und Investition soll eine Abschreckung an mögliche Täter sein. Ein weiterer Punkt ist dem Hafenmeister allerdings wichtiger:

​Unsere Eigner kennen den Hafen und das Umfeld sehr gut. Wenn unbekannte Personen auffallen, sich ungewöhnlich verhalten oder augenscheinlich Liegeplätze und Boote ausspähen, sind solche Beobachtungen für uns sehr wertvoll.”

Kern ist es wichtig zu erwähnen, dass unbekannte Personen in der Marina nicht unter Generalverdacht gestellt werden sollen. Das Ziel sei es vielmehr aufmerksam zu sein und verdächtige Beobachtungen weiterzugeben.

Zukunftspläne

Trotz der andauernden Diebstähle auf seinem Heimatrevier blickt Kern positiv in die Zukunft und hat weitreichende Pläne für die Marina und den Wieltsee. Dazu gehört die Ausweitung des gastronomischen Angebots mit einem neuen Pächter und längeren Öffnungszeiten. Außerdem möchte Kern die Parkplatz Situation verbessern und strebt langfristig eine Neustrukturierung des Außenbereichs inklusive Spielplatz an.

Für Segler und Motorbootfahrer soll die Slipanlage flexibler nutzbar werden. Mithilfe einer automatisierten Zugangsschranke möchte Kern die Anlage auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten nutzbar machen. Ein weiterer Punkt liegt dem Chef der Marina allerdings besonders am Herzen:

Die Marina befindet sich unmittelbar am Weserradweg. Dieses Potenzial möchten wir künftig stärker nutzen und die Marina auch für Radtouristen und die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Weyhe als Ausflugsziel und Ort zur Erholung öffnen.”

Kerns Ziel ist es, dass die Marina in Zukunft nicht nur aus Liegeplätzen besteht. Vielmehr soll sie ein Ort am Wasser sein, an der alle gleichermaßen teilhaben können.

Welche Sicherheitsmaßnahmen wünschen Sie sich in Ihrer Marina, und welche Erfahrungen haben Sie selbst mit Diebstahl oder verdächtigen Beobachtungen im Hafen gemacht?

Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Janek Struchholz kommt aus dem Bergischen Land, fühlt sich aber vor allem auf dem Wasser zu Hause. Seine Segellaufbahn begann im Optimisten und führte ihn bis in den internationalen Regattasport der 420er-Klasse. Nach der Schule studierte er Medienkultur in Weimar. Heute verbindet er als Volontär seine beiden Welten: Medien und Wassersport. Privat ist er regelmäßig auf dem IJsselmeer unterwegs und steht gelegentlich noch immer an der Regattastartlinie.

Meistgelesen in der Rubrik Wissen