HISWA TE WATERGroße Bühne am Wasser

HISWA TE WATER: Große Bühne am WasserFoto: Hiswa te Water
Der Bataviahaven von Lelystad.

Im Bataviahaven von Lelystad am niederländischen Markermeer läuft der Countdown für die Hiswa te Water, die größte Inwater-Messe in Nordwesteuropa. Am Mittwoch, 2. September, wird die Messe um 10.00 Uhr eröffnet. Während der fünf Messetage bis Sonntag, 6. September, werden mehr als 30.000 Besucher erwartet.

​ Zur Hiswa te Water, der größten Inwater-Messe Nordwesteuropas, kündigen die Veranstalter in Holland mehr als 425 Boote an, darunter auch zahlreiche Premieren. Neben den vielen Motor- und Segelbooten präsentieren sich zudem die Ausrüster und Dienstleister an den Stegen und auf dem Hafengelände. Neu sind eine stärker nach Marktsegmenten gegliederte Messeaufteilung sowie digitale Angebote für die Besucher. Mit einer erweiterten „Green Route“, einer Schau für Elektro- und Hybridantriebe und geführten Rundgängen rückt zudem nachhaltiger Wassersport stärker in den Mittelpunkt.

Eine Auswahl an Neuvorstellungen

​Mulder Favorite 52 Motion

Die neue Mulder fährt mit IPS-Antrieben.Foto: MulderDie neue Mulder fährt mit IPS-Antrieben.

Mit der Favorite 52 Motion erweitert Mulder Shipyard seine bekannte Favorite-Baureihe um eine weitere Variante. Die neue Motoryacht richtet sich an Eigner, die sich mehr Geschwindigkeit und ein agileres Handling wünschen, dabei aber nicht auf die klassischen Proportionen, den hohen Komfort und die handwerkliche Qualität der niederländischen Werft verzichten möchten.

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Für den Vortrieb setzt Mulder auf ein IPS-Antriebssystem. Die Pod-Antriebe ermöglichen eine präzise Manövrierbarkeit und sollen der Favorite 52 Motion ein besonders direktes Fahrverhalten verleihen. Damit erhält das traditionsreiche Yachtkonzept eine sportlichere Ausrichtung, ohne seinen zeitlosen Charakter zu verlieren.

Auch optisch bleibt die neue Mulder ihrer Herkunft treu. Die klar gezeichneten Linien werden durch zeitgemäße Details ergänzt und verleihen der Yacht einen modernen, zugleich unverwechselbaren Auftritt. Das Design verbindet klassische Eleganz mit einer dynamischeren Silhouette.

Seacruiser 49.2

Seacruiser 49.2: Für buten un binnen.Foto: WerftSeacruiser 49.2: Für buten un binnen.

Die fast 15 Meter lange Motoryacht verbindet, was selten zusammenkommt: enge Kanäle, niedrige Brücken, Trockenfallen im Watt und offene See – alles mit einem Boot.

Mit nur 79 Zentimetern Tiefgang kann die Seacruiser flache Gewässer aufsuchen und auf Wattflächen trockenfallen. Die Flybridge lässt sich abklappen und reduziert die Durchfahrtshöhe auf rund 2,45 Meter – damit bleiben auch Routen mit niedrigen Brücken erreichbar. Und wo das Binnenwasser endet, fährt die Seacruiser weiter: Das Schiff ist auch für Küsten- und Seefahrten ausgelegt.

„Mit einem großen Boot sollte man mehr Möglichkeiten bekommen, nicht weniger", sagt Designer Dinant. Inspiration lieferten Arbeitsschiffe – die Funktion bestimmt die Form. Aluminiumrumpf, robuste Reling, breite Seitengänge und markante Flybridge spiegeln das konsequent wider.

Für Unabhängigkeit sorgen sechs Solarmodule (je 440 Wp), große Wasser- und Kraftstoffvorräte sowie Doppelverglasung und gute Isolierung.

Boss Boating

Der Commodore 570 Tender liegt am Liegeplatz D16 im Bataviahaven.Foto: Boss BoatingDer Commodore 570 Tender liegt am Liegeplatz D16 im Bataviahaven.

Elektrisch fahren, ohne ständig nach einer Ladestation suchen zu müssen – das ist das Versprechen von Boss Boating. Das Amsterdamer Unternehmen präsentiert auf der HISWA te Water 2026 sein Konzept „Electric Boating Without Charging".

Die Idee ist so einfach wie überzeugend: Statt Energie an Land zu laden, wird sie direkt an Bord erzeugt. In das Boot integrierte, begehbare Solarmodule liefern Strom – während der Fahrt, beim Festmachen und selbst bei bewölktem Himmel. Die erzeugte Energie wird im Batteriepack gespeichert und steht jederzeit zur Verfügung. Landstrom oder separate Ersatzbatterien sind für den normalen Betrieb nicht nötig.

Das Konzept gilt für mehrere Modelle: vom kompakten Solara 450 bis zum Commodore 570 Tender. Auch gebrauchte Schaluppen lassen sich mit elektrischem Antrieb und integrierten Solarmodulen nachrüsten.

Suzuki DF60ATL Stealth Line

Suzukis 60-PS-Außenborder mit Mattschwarz-Lackierung.Foto: SuzukiSuzukis 60-PS-Außenborder mit Mattschwarz-Lackierung.

Suzuki Marine zeigt auf der HISWA te Water 2026 erstmals die neue DF60ATL Stealth Line. Der 60-PS-Außenborder erhält eine exklusive Mattschwarz-Lackierung mit dezenten grauen Akzenten und einem speziellen Stealth-Line-Emblem auf der Motorhaube. Damit ergänzt Suzuki die bisherigen Farbvarianten Schwarz und Weiß um eine besonders markante Ausführung.

Technisch basiert die DF60ATL Stealth Line auf dem bewährten Vierzylinder-Außenborder DF60A. Der kompakte Motor arbeitet mit DOHC-Technik und soll sich durch zuverlässige, laufruhige Leistung sowie einen effizienten Kraftstoffverbrauch auszeichnen. Suzukis Lean Burn Control passt die Kraftstoffzufuhr an die jeweiligen Betriebsbedingungen an und soll dadurch den Verbrauch optimieren, ohne Einbußen bei Leistung und Fahrkomfort.

Dank des geringen Gewichts und des günstigen Leistungs-Gewichts-Verhältnisses eignet sich die DF60ATL für unterschiedliche Bootstypen – vom Konsolenboot und Tender bis zum Angel- oder Arbeitsboot. Wie alle Suzuki-Außenborder wird auch dieses Modell mit einer Garantie von bis zu zehn Jahren angeboten.

Besucher-Infos Hiswa te Water

  • Öffnungszeiten: Mittwoch, 2. September, bis Sonntag, 6. September 2026, täglich von 10 bis 18 Uhr.
  • Eintrittspreise: Tickets an der Tageskasse: Erwachsene 15,00 Euro, Kinder bis 17 Jahre 7,50 Euro. Karten können auch über die Webseite der Messe vorab und günstiger bezogen werden (Erwachsene 12,50 Euro, Kinder 5,00 Euro).
  • Messeort und Anfahrt: Die Messe Hiswa te Water 2025 findet wieder im Batavia-Hafen in Lelystad am Markermeer statt. Anfahrt mit dem Auto über die A6 bis Ausfahrt Lelystad-Noord. Von da aus der Beschilderung folgen. Parkplätze in Gehdistanz zur Messe sind vorhanden, kosten drei Euro am Tag. Anreise mit dem Zug bis Bahnhof Lelystad NS, dann mit dem Bus Nr. 3 in Richtung Batavia Stad. Für Besucher mit eigenem Boot stehen Liegeplätze in den fünf Yachthäfen von Lelystad zur Verfügung.
  • Alle Informationen online: www.hiswatewater.nl

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Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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