David Ingelfinger
· 09.06.2026
In der Nacht zum Montag, dem 8. Juni, kam es an der Oldenburger Hafenpromenade zu einem schweren Brand auf einem dort festgemachten Katamaran. Gegen 03:35 Uhr alarmierten aufmerksame Zeugen die Einsatzkräfte, nachdem sie bemerkt hatten, dass der Zweirumpfer lichterloh in Flammen stand. Die Polizei reagierte sofort und konnte im Rahmen der Nahbereichsfahndung zwei Verdächtige in der Bahnhofsstraße stellen.
Als die Einsatzkräfte am Liegeplatz ankamen, brannte das Boot bereits. Die Feuerwehr begann sofort mit umfassenden Löscharbeiten, dabei konnte jedoch nicht verhindert werden, dass der Katamaran vollständig ausbrennt. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Nach Angaben der Polizei Oldenburg-Stadt / Ammerland war das Boot zum Brandzeitpunkt nicht besetzt.
Im Verlauf der ersten Ermittlungen ergaben sich durch Zeugenhinweise konkrete Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden. Laut Angaben der Polizei hatten Beobachter kurz vor Brandausbruch zwei Personen gesehen, die einen Gegenstand auf das Boot geworfen haben sollen.
Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung kontrollierten Beamte zwei Männer im Alter von 34 und 37 Jahren in der Bahnhofsstraße und nahmen sie vorläufig fest. Wegen des Anfangsverdachts der schweren Brandstiftung ordnete die Staatsanwaltschaft Oldenburg zudem an, den Verdächtigen Blutproben zu entnehmen, um einen möglichen Alkoholeinfluss zu prüfen. Nach Abschluss der ersten polizeilichen Maßnahmen wurden die Männer wieder entlassen.
Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen der Tat dauern weiter an. Die Polizei Oldenburg bittet weitere Zeugen, die in der Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0441 7904115 zu melden.
Der Vorfall in Oldenburg zeigt einmal mehr, mit welch verheerender Geschwindigkeit ein Schiffsbrand um sich greifen kann. Wenn eine Yacht im Hafen Feuer fängt, droht fast immer ein Totalschaden – und die Sachschäden gehen schnell in die Millionen. Die Auslöser sind vielfältig und reichen von gezielter Brandstiftung bis hin zu fatalem menschlichen Fehlverhalten.
Meist sind es jedoch defekte Elektrogeräte oder überlastete Bordnetze, die unbemerkt Schwelbrände verursachen. Genauso riskant ist der unvorsichtige Umgang mit flüssigen Brennstoffen wie Petroleum und Spiritus oder leicht entzündlichen Chemikalienresten in den Backskisten.

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