E1 SeriesRennabbruch nach Schaden beim Grand Prix in Dubrovnik

David Ingelfinger

 · 15.06.2026

Angola Westbrook Racing gewinnt den E1 Dubrovnik GP 2026 vor dem Team Brady auf dem zweiten Platz und dem Team AlUla auf dem dritten Rang.
Foto: David Ingelfinger
​Will Smith’ Angola Westbrook Racing gewinnt den E1 Series Gran Prix von Dubrovnik. Die Piloten Lucas Ordóñez und Sara Price setzten sich am 12. und 13. Juni 2026 bei starkem Wind vor der kroatischen Küste gegen die Teams von Tom Brady und LeBron James durch. Ein schwerer Schaden im Finale sorgte für Unterbrechungen.

Themen in diesem Artikel

Die UIM E1-Weltmeisterschaft hat ihren dritten Grand Prix vor der historischen Kulisse von Dubrovnik ausgetragen. Zehn Teams traten mit den elektrisch angetriebenen RaceBirds auf der anspruchsvollen Rennstrecke unter schwierigen Bedingungen gegeneinander an. Zeitgleich befasste sich der „Blue Economy Summit“ vor Ort mit Strategien zur Schaffung einer klimaneutralen Zukunft.

Erste Pole-Position für Westbrook Racing

Das von Hollywood-Schauspieler Will Smith geführte Team Angola Westbrook Racing sicherte sich bereits in der Qualifikation am Freitag eine gute Ausgangslage. Der Spanier Lucas Ordóñez und seine US-amerikanische Teamkollegin Sara Price holten unter schwierigen Wetterbedingungen die erste Pole-Position für ihren Rennstall. Platz zwei und drei gingen an Team Brady und das Team Aoki Racing. Damit sicherten sie sich schon vor dem eigentlichen Rennen zusätzliche Punkte für die Gesamtwertung. Vor dem Renntag am Samstag trennten die vier führenden Teams lediglich 17 Punkte.

Schwierige Bedingungen durch Starkwind

Am Samstag verschärften sich dann nochmal die Bedingungen vor der Altstadt in Dubrovnik. Starke Winde und hereindrückender Schwell machten es den Piloten schwer, ins Foilen zu kommen, wodurch diese häufig ihre ideale Spur verlassen mussten. Während Westbrook Racing die Gruppenphase unbeschadet überstand, schied das Team Drogba Global Africa vorzeitig aus. Nach einem einem starken ersten Vorlauf des Neuseeländers Micah Wilkinson wurde seine spanische Teamkollegin Tara Pacheco wegen gefährlicher Fahrweise disqualifiziert. Das Team Brady von NFL-Ikone Tom Brady zog derweil mit zwei Siegen in den Vorläufen sicher in die Endrunde ein.

Rote Flagge nach Bootsschaden im Finale

Die Finalläufe der E1 Series entwickelten sich zu einem engen Schlagabtausch zwischen den Titelfavoriten. Den ersten Durchgang entschied die Finnin Emma Kimiläinen für das Team Brady mit einem Start-Ziel-Sieg für sich. Der entscheidende zweite Finallauf musste jedoch nach einem schweren Schaden unterbrochen werden, bei dem nach einem Zusammenstoß mit einer Welle der Bug des Bootes von Timmy Hansen (Team Miami) abriss.

Nach dem Neustart brachte Lucas Ordóñez den Gesamtsieg für Westbrook Racing nach Hause und verwies das Team Brady sowie das Team AlUla von LeBron James auf die Plätze zwei und drei. Durch den zweiten Erfolg in Serie baut das Team die Führung in der Meisterschaft auf 12 Punkte aus, bevor die Serie im kommenden Monat in Monaco gastiert. Hier ist der aktuelle Punktestand.

Fanzone und Nachhaltigkeitsgipfel in der Altstadt

Es ist erst das zweite Mal, dass die noch junge Rennserie in Dubrovnik gastiert. Dabei ist der Grand Prix ein echtes Highlight. Während das Fahrerlager direkt in der Altstadt vor der historischen Burg liegt, können die Zuschauer kostenlos sehr nah an das Geschehen herankommen. Zudem wurde eine Fanzone eingerichtet, in der ein RaceBird-Showboot ausgestellt ist und Simulationserlebnisse angeboten werden.

Parallel zum sportlichen Geschehen fand am Freitag der „Dubrovnik Blue Economy Summit“ statt. Im Rahmen dieser Konferenz am Rand der E1 Series diskutierten Vertreter der kroatischen Regierung und Branchenführer über den Elektro-Rennsport. Dieser soll als Vorbild für die Umstellung auf elektrische Antriebe im maritimen Bereich dienen.


Das könnte Sie auch interessieren:


Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

Meistgelesen in dieser Rubrik