Zahlreiche Frauen haben die Entwicklung im Rennsport auf dem Wasser maßgeblich mitgestaltet, auch wenn viele dieser Namen heutzutage lange nicht so bekannt sind, wie sie sein sollten. Hier sind vier Rennfahrerinnen, deren Biografien stellvertretend für viele Frauen Rennsport Geschichte stehen.
Dorothy Levitt ist heute vor allem für ihre Rekorde mit dem Auto bekannt. Neben ihren Erfolgen im Rennauto setzte sie aber auch mehrere Bestmarken auf dem Wasser. Bereits im Jahr 1903 Gewann sie beispielsweise den traditionsreichen Harmsworth Cup in Irland und brach den damaligen Geschwindigkeitsrekord für Frauen.
Die einstige Schreibkraft bei der Motorenschmiede Napier & Son wurde zu einer der ersten echten Markenbotschafterin der Motorsportgeschichte. Zudem war Levitt neben ihrem fahrerischen Talent auch eine versierte Mechanikerin, die ihre Boote und Autos auch unter Rennbedingungen selbständig instand halten konnte. Mit nur 21 Jahren war sie bekannt als Pionierin im Motorsport und stellte 1903 den weltweit ersten Wassergeschwindigkeitsrekord für Frauen auf. Wie sie zur „schnellsten Frau der Welt“ aufstieg und mit einem einfacher Handspiegel Geschichte schreiben konnte, lesen Sie in unserem ausführlichen Porträt.
Den Lebensweg von Joe Carstairs in zwei Absätzen zusammenzufassen, ist eigentlich unmöglich. Als Enkelin eines Standard-Oil-Mitbegründers investierte sie ihr immenses Vermögen kompromisslos in teure Rennboote um die maximale Geschwindigkeit auf dem Wasser zu erreichen. Mit ihrem finanziellem Hintergrund, ihrem technischem Know-how aus dem Ersten Weltkrieg und der ihrer Vorliebe für schnelle Boote erreichte sie 1927 den Weltrekord für die höchste Wassergeschwindigkeit einer Frau.
Abseits vom Rennsport lebte sie ihre Homosexualität offen aus und lehnte die starren Geschlechtervorstellungen zu ihrer Zeit grundlegend ab. Von ihrem Dienst an der Kriegsfront bis hin zum Aufbau eines eigenen Inselreichs auf den Bahamas blieb sie eine der exzentrischsten Figuren des 20. Jahrhunderts. Wie sie ein ganzes Inselvolk führte und warum sie sich selbst in Kriegszeiten nie vor einer Gefahr scheute, erfahren Sie im vollständigen Porträt.
Betty Cook gewann 1977 im alter von 54 Jahren als erste Frau in der Geschichte die Offshore UIM-Weltmeisterschaft. Dabei fand sie erst spät, im Alter von 47 Jahren, durch einen Zufall ihren Weg zum Wasserrennsport: Schließlich sollte die Wette mit einem Freund den Grundstein für ihre Weltkarriere ebnen.
Mit ihrer Körpergröße von 1,63 Meter steuerte sie die 9.000 Pfund schwere Boote und setzte sich reihenweise gegen die schon etablierte und ausschließlich männliche Konkurrenz durch. Wie sie ihren physischen Nachteil durch eine spezielle Technik ausglich und zu einer der erfolgreichsten Offshore Rennbootfahrerinnen aller Zeiten wurde erfahren Sie im ausführlichen Porträt.
Im Jahr 2025 schrieb Mathilda Wiberg Motorsportgeschichte. Als erste Frau überhaupt sicherte sich sie sich mit der UIM F2 World Championship den Weltmeistertitel einer offiziellen Formel-Klasse des motorisierten Rennsports auf dem Wasser. Geboren in einer rennsportbegeisterten Familie, wurde ihr Talent für den Rennsport schon früh gefördert. Ihr erstes offizielles Rennen bestritt sie 2016 mit 13 Jahren in der GT15-Klasse, den international anerkannten Nachwuchswettbewerb für den Einstieg in den professionellen Motorbootsport.
Heute beschränkt sich ihre Arbeit nicht allein auf die eigenen Rennkarriere. Parallel zu ihren Renneinsätzen übernimmt sie auch Management-Aufgaben in der Elektro-Rennserie E1-Series. Wie sie den Sprung an die Weltspitze schaffte und warum sie schon mit Anfang 20 die nächste Generation von Piloten ausbildet, lesen Sie in unserem ausführlichen Porträt.

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