Moonen 122 Martinique„Lollipop“ mit Candyshop-Interieur

Sören Gehlhaus

 · 27.09.2026

Moonen 122 Martinique „Lollipop“ mit süßem Anhang: Das Chaseboat, eine Wajer 38, heißt „BonBon“, der Crewtender „CrackerJack“.
Foto: Stuart Pearce / yachtshot.com
„Lollipop“ ist die achte Moonen 122 Martinique und setzt auf 37,4 Metern einen ungewöhnlich persönlichen Akzent: Ein von Vripack gestaltetes Interieur greift das Candyshop-Thema vom Hauptsalon bis zum Sonnendeck auf.

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​Die 122 Martinique ist für Moonen eine andauernde Erfolgsgeschichte. Die niederländische Werft lieferte den 37 Meter langen Stahl-Alu-Bau nach einem Entwurf von René van der Velden erstmals 2018 aus. Auf „Brigadoon“ folgten mit „Lollipop“ sieben Einheiten. „Lollipop“ steht für eine andere Form der Individualisierung der 122-Martinique-Serie. Im Inneren hat das Eignerpaar gemeinsam mit Vripack Yacht Design ein durchgängiges Candyshop-Konzept umgesetzt.

Der Verdränger entstand für amerikanische Eigner, die zuvor rund zehn Jahre mit einem 17 Meter langen Performance-Katamaran in der Karibik und an der US-Ostküste unterwegs waren. Mit der Moonen wechseln sie vom Carbon-Multihull auf eine stählerne Verdränger-Motoryacht, behalten aber ihren Fokus auf längere Aufenthalte an Bord bei.

Bonbons hinter Delft-Kacheln

Im Hauptsalon fällt zunächst eine Wandgestaltung hinter dem Esstisch auf. Sie erinnert an Delfter Keramik, verbirgt jedoch einen großen Stauraum für Geschirr und Service. Das Motiv wurde für die Eigner personalisiert: Bonbons, Tootsie Rolls und Zitronendrops ersetzen die klassischen Ornamente. Auch ein Kind mit übergroßem Lutscher findet sich darin wieder.

Das Thema zieht sich weiter durch die vier Gästekabinen auf dem Unterdeck. Jede trägt einen eigenen Namen und eine eigene Farbwelt: Pfefferminze, Zitronendrop, Swedish Fish und Gummibärchen. Passende Tapeten mit Candy-Stripes greifen das jeweilige Thema auf. Selbst die Beiboote folgen dem süßen Prinzip: Das Chaseboat, eine Wajer 38, heißt „BonBon“, der Crewtender „CrackerJack“.

Der Hauptsalon bleibt kein bloßes Dekorstück. Weiße Boiserie und Walnussholz schaffen laut Eignern eine Mischung aus zeitgenössischem Wohnen und klassischer Architektur. Große Seitenfenster, geschwungene Deckenbögen und weiche Linien sollen den Innenraum ruhiger und großzügiger wirken lassen.

Sonnendeck als privater Treffpunkt

Laut Vripack zeigt sich die Handschrift der Eigner am deutlichsten auf dem Sonnendeck. Dort liegen Jacuzzi, Bar, Essplatz, Grill und ein ausfahrbarer Fernseher. Zwei Schaukelstühle bilden eine kleine Leseecke. Der Jacuzzi am Heck hat eine gebogene Glasfront mit Murano-Glas-Bonbons. Über die Oberfläche fließt ein schmaler Wasserfall. An der Steuerbordseite steht die Bar mit pastellfarbenen Leuchtröhren. In der transparenten Kunstharzplatte scheinen Süßigkeiten zu schweben.

Neben dem verspielten Interieur setzt die „Lollipop“ auf die bekannten Eigenschaften der Serie: bewährte Konstruktion von Diana Yacht Design, geringer Tiefgang von 2,15 Meter und bis zu 4.000 Seemeilen Reichweite. Unter Volllast zeigt die Logge 17 Knoten.

Zwei weitere Einheiten aus der Martinique-Serie sind bei Moonen im Bau, eine davon ist noch zu haben.

Technische Daten „Lollipop“

MerkmalAngabe
Länge über alles37,40 m
Breite8,00 m
Tiefgang2,15 m
Innenraumvolumen345 GT
RumpfStahl
AufbautenAluminium
Motoren2 x Caterpillar C32 ACERT
Höchstgeschwindigkeit17 kn
Reichweite4.000 sm bei 10 kn
Gäste10 plus 2
Crew7
ExterieurdesignRené van der Velden Yacht Design
KonstruktionDiana Yacht Design
InterieurdesignVripack Yacht Design

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Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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