Mit Strom auf Tour

Ralf Marquard

 · 12.03.2015

Mit Strom auf TourFoto: Fischer Panda
Fischer Panda Hybrid | id
Benzin und Diesel sind teuer. Fischer Panda entwickelt ein Hybrid-Antriebssystem, das kräftig Schub macht und Ihr Boot flüsterleise fortbewegt.

Die momentanen Preise für Diesel und Benzin sind recht niedrig. So hoffen die meisten Bootsfahrer, dass im Sommer die Spritpreise ebenfalls noch gering ausfallen und wir die Boote günstig betanken können. Auch wenn das jetzt kaum jemand hören möchte, die Preise ziehen bestimmt bald wieder an. Wie schnell und kräftig können wir nicht sagen, aber irgendwann werden die Alternativen zum Verbrennungsmotor sicherlich wieder rege diskutiert.

Fischer Panda Hybrid | idFoto: Fischer PandaFischer Panda Hybrid | id

So eine Alternative hat Fischer Panda entwickelt: Mit der Initiative "elektrisch fahren" haben sie ein System konstruiert, bei dem sich die Bootswelt mit Elektromotoren flüsterleise fortbewegt.
Eigentlich nichts Neues, werden einige sagen. Doch bei der Einheit auf unserem Testboot, der Broom 37, handelt es sich um ein Energiesystem (siehe dazu auch die Zeichnung rechts), das nicht nur leistungsstarke Elektromotoren (2 x 30 kW) steuert, sondern die gesamte elektrische Anlage an Bord versorgt.

Fischer Panda Hybrid | idFoto: Fischer PandaFischer Panda Hybrid | id

Das „Kleinkraftwerk“ besteht aus AGM-Batterien (Hoppecke), die zusammengeschaltet eine Spannung von 288 V und Kapazität von 140 Ah besitzen. Ein Inverter (2 x 3,5 kW) versorgt die 230-V-Geräte mit Strom, Gleiches erledigt die DC-Box für die 12-/24-V-Anlage. Neigt sich die Kapazität der Batteriebank dem Ende zu, kein Problem, denn zwei Dieselgeneratoren (13 kW und 36 kW) liefern den nötigen Strom bei unserer Test-Broom auf Anforderung. Man nennt dieses System Diesel-Elektrischer Antrieb – auch als Hybridsystem bezeichnet –, was besonders für Boote mit hohen Fahrleistungen konzipiert ist.

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DEN GESAMTEN TECHNIK-BERICHT ÜBER DAS HYBRID-ANTRIEBSSYSTEM FINDEN SIE IN DER MÄRZ-AUSGABE VON BOOTE, DIE ES AB DEM 25. FEBRUAR IM HANDEL GIBT.

Ralf Marquard

Ralf Marquard

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE

Ralf Marquard entdeckte seine Begeisterung für das Bootfahren auf der beschaulichen Aller, zunächst mit Schlauchbooten, später mit einem Sechs-Meter-Kajütboot. Sein Elektrotechnikstudium an der HAW Hamburg führte ihn vom südlichen Heidekreis (Niedersachsen) in die Hansestadt. Ralf Marquard arbeitet seit 1997 in der BOOTE-Redaktion und wurde dort zum Testredakteur ausgebildet. Er testet sowohl kleine Schlauchboote als auch größere Yachten. Sein persönliches Boot ist ein 4,50 Meter langes, selbstgebautes Holzboot mit einem 50-PS-Außenbordmotor. Im Jahr 2007 wurde er zum stellvertretenden Chefredakteur bei BOOTE ernannt.

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