Dänemarks über 300 Häfen sind naturgemäß zentrale Zugangspunkte für Segler und Motorbootfahrer, doch viele werden derzeit umstrukturiert. Während einige Häfen an die Klimaveränderungen angepasst werden sollen, verlieren andere durch den Wegfall von Fischerei und Gewerbe ihren ursprünglichen Zweck.
So haben unsere nördlichen Nachbarn das enorme, oft noch nicht genutzte Potenzial der Marinas für die Lokalbevölkerung erkannt. Das Ziel ist die Schaffung von Freizeitbereichen als Bindeglied zwischen Stadt und Natur. Letztendlich profitieren auch die Gästelieger davon, wenn die Häfen für alle attraktiver werden – Hauptsache, das Hygge-Gefühl geht nicht verloren.
In Kopenhagen ist ein aktualisiertes Hafenregelwerk in Kraft getreten, welches alle betrifft, die sich auf den Wasserwegen der dänischen Hauptstadt bewegen. Wichtige Änderungen betreffen Genehmigungen für offenes Feuer, laute Musik und Tauchaktivitäten. Angeln ist nur in bestimmten Bereichen und unter Beachtung zusätzlicher Vorschriften erlaubt. Die Hauptrinne Kronløbet wurde erweitert, was Freizeitskipper in Bezug auf die aktuell geltenden Vorschriften beachten müssen.
Vorschriften für Schiffe umfassen unter anderem die Pflicht zur Nutzung von AIS-Transpondern und Mindestgeschwindigkeiten. Es ist verboten, mit motorbetriebenen Wasserfahrzeugen vor dem Strand im Valby Parken sowie beim Svanemølle Strand zu fahren. Baden ist nur in offiziellen Badebereichen gestattet.
Der Svanemøllehavnen, Dänemarks größter Sportboothafen in Kopenhagen, war seit dem 1. Oktober 2025 wegen Bauarbeiten an einer neuen Metrolinie gesperrt. Die Zufahrt über den Kalkbrænderiløbet soll in diesem Jahr wieder eröffnet werden, jedoch verzögert sich die Wiedereröffnung mindestens bis zum 1. April. Bedauerlich, denn im bestens angebundenen Hafen findet sich immer ein freier Liegeplatz. Aktuelle Infos finden sich im Internet: smhavn.dk
Achtung, bei einem eventuellen Abstecher vom Smålandsfahrwasser durch den Karrebæk Fjord zum Kanal-Hafen in Næstved. Gleich hinter der Einfahrt befindet sich eine Untiefe auf der Steuerbordseite. Die Wassertiefe beträgt dort nur einen Meter. Zehn Meter weiter stimmen die Tiefen wie - der mit den Angaben im Hafenguide überein.
Im stadtnahen Hafenbecken von Holbæk Nyhavn wird mit Hochdruck an einer neuen Marina mit Platz für rund 100 Boote gearbeitet. Die moderne Anlage kommt komplett ohne Pfähle aus und ist bisher einzigartig im Königreich. Die Fingerstege sind mit hydraulisch gespannten Drähten an den großen Schwimmstegen befestigt.
Unterwasserbeleuchtung sorgt für Atmosphäre, während drei massive Wellenbrecher für ruhige Wasser insbesondere bei Nordwind sorgen. Das schwimmende Servicegebäude befindet sich direkt an der Pontonbrücke. Pünktlich zum Saisonstart gibt es somit eine attraktive Alternative zu der etwas außerhalb gelegenen Marina Holbæk.

Redakteur News & Panorama