KroatienVom Meer in die Berge

Bodo Müller

 · 31.03.2020

Bild 1
Foto: Bodo Müller
Kurztörn auf Kroatiens Canyon: Von Šibenik mit dem Charterboot auf der geschützten Krka bis zu den berühmten Wasserfällen bei Skradin

1 Marina Mandalina

D-Marin Mandalina vor den Toren von Šibenik zählt zu den besten Marinas der Adria: 429 Liegeplätze für Yachten von 10 bis 140 Meter Länge und jeder nur denkbare Service für Schiff und Crew. Im alten Hafenbecken im Südosten liegen Yachten üblicher Größe, darunter die sechs Motorboote und sieben Motor-Kats des Vercharterers Mare Yachting. Im Superyacht-Hafen im Norden können bis zu 79 Megayachten mit Heck zur Pier anlegen. Das Ambiente wird abgerundet durch das luxuriöse D-Resort mit Hotel, exklusiven Villen, privaten Gärten und stylischem Pool. www.d-marin.com

2 Stadtpier Šibenik

Wer hier festmacht, liegt mitten im Leben. An der Promenade von Šibenik gibt es etwa ein Dutzend Muringplätze. Sind diese belegt, kann man nördlich davon längsseits gehen. Außer Trinkwasser gibt es keinen Service, dafür etliche Cafés, Bars und Restaurants in unmittelbarer Nähe. Und bis zum Platz der Republik Kroatien (Markt) mit dem berühmtesten Bauwerk der Stadt, der Kathedrale des Heiligen Jakob, läuft man wenige Minuten zu Fuß.

3 Zaton

Etwa acht Kilometer nördlich von Šibenik liegt an einem Nebenarm der Krka die kleine Ortschaft Zaton, überragt von der weit sichtbaren Kirche Sv. Roka. Am Ostufer gibt es etwa sechs Gastliegeplätze mit Muringleinen, beginnend am grünen Hafenfeuer bis zum nördlichen Ende des geraden Teils der Pier. Der einzige Kasten für Strom und Wasser steht etwas links vor der Konoba Feral. Das im Ortskern noch sehr ursprüngliche Zaton wurde bisher vom Massentourismus weitgehend verschont. Mehrere Lokale und Einkaufsmöglichkeiten unweit vom Liegeplatz. Die im Scheitel der Bucht gelegene Konoba Porat steht in gutem Ruf für traditionelle Fischgerichte und Meeresfrüchte.

4 Vidrocača

Die malerische Otternbucht (kroatisch Vidrovača) gilt schon seit Jahren als einer der besten Stopps auf dem Weg zu den Krka-Fällen. Wer stromauf fährt, findet den Schwimmsteg etwa 400 Meter vor der Autobahnbrücke am rechten Ufer. Gäste der Konoba liegen gratis mit Muringleinen, Strom und Wasser. Man sitzt unter alten Bäumen am Strand der Krka. Das sehr saubere Süßwasser lädt zum Bad ein.

5 Aci Marina Skradin

Das absolute Highlight des Reviers sind die Krka-Fälle, die als die schöns­­ten Wasserfälle Europas gelten und für die man sich einen ganzen Tag Zeit nehmen sollte. Bester Ausgangsort ist die ACI Marina Skradin, die den Service eines modernen Yachthafens bietet. Skradin hat eine sehr sehenswerte Altstadt; schöner Blick von der Ruine der ehemaligen Festung. In Skradin starten die Ausflugsschiffe zu den 4 km entfernten Krka-Wasserfällen (Skradinski Buk), die nicht auf eigenem Kiel angesteuert werden dürfen. Oberhalb der Fälle verkehren Boote zur Klosterinsel Visovac und zu den Roški-Fällen. Weitere Infos und Eintrittspreise unter: www.np-krka.hr

Artikel teilen:
Bodo Müller

Bodo Müller

Freier Autor

Seit 1987 arbeitete Bodo Müller, damals noch in Rostock lebend, als DDR-Korrespondent des Magazins YACHT. Nach seiner Ausreise im August 1989 berichtet er als Reporter und Fotograf der Magazine YACHT und BOOTE über alle Charterreviere weltweit. Er schrieb 22 Bücher, darunter den bei Delius Klasing erschienenen Bestseller „Über die Ostsee in die Freiheit“, der von der ARD verfilmt wurde. Daneben ist er Drehbuchautor von zeitgeschichtlichen Filmen und arbeitet als Drohnen- und Unterwasser-Kameramann für den TV-Sender ARTE. Bodo Müller lebt heute auf der Halbinsel Priwall in Travemünde.

Meistgelesen in der Rubrik Reisen