Für Crews auf dem Weg durch den lang gezogenen Mariager Fjord ist Hobro schon heute ein mögliches Etappenziel. Doch nun plant der Hobro Sejlklub einen größeren Umbau des Sportboothafens. Kern des ersten Bauabschnitts ist Ægirs Brygge, eine Anlage aus zwei neuen äußeren Schwimmstegen mit einem dazwischenliegenden Becken.
Die im Halbkreis wie Molen angeordneten Stege sollen nicht allein zusätzliche Liegeplätze schaffen. Ihre wichtigste Funktion ist der Schutz des Hafenbeckens. Sie sollen Wind und Wellen aus dem inneren Bereich der Marina heraushalten. Für Dauerlieger und Gäste würde das ruhigere Bedingungen bei den Hafenmanövern bedeuten.
Vorgesehen sind rund 185 Meter neue Schwimmstege. Das Bauvolumen für die erste Phase wird mit etwa sechs Millionen dänischen Kronen angegeben, rund 800.000 Euro. Die Anlage soll zugleich öffentlich zugänglich sein. Damit wird aus der neuen Außenkante des Hafens auch eine Promenade direkt am Wasser.
Der Ausbau ist Teil eines umfassenderen Vision für das Gebiet am Nedre Strandvej. Langfristig sollen die Flächen an Land besser genutzt, Aufenthaltsbereiche ausgebaut und zusätzliche Serviceangebote geschaffen werden. Auch weitere Vereine und Besuchergruppen sollen von der Entwicklung profitieren.
Für Sportbootfahrer ist vor allem die Kombination aus mehr Schutz und mehr Service interessant. Gerade im Mariager Fjord können Wind und Strom die Passage anspruchsvoll machen. YACHT hat das Revier als abwechslungsreiches Ziel im nördlichen Kattegat vorgestellt.
Hobro liegt am westlichen Ende des Fjords und damit weit im geschützten Landesinneren. Genauer beschrieben wird die Ostküste Jütlands mit ihren Fjorden im “Törnführer Dänemark 1” von Jan Werner, dem Standardwerk zum Revier.
Die grundsätzliche Genehmigung für die Hafenerweiterung liegt bereits vor. Erteilt wurde sie vom dänischen Kystdirektoratet, nicht von der Söfartsstyrelsen. Die Behörde genehmigte die Erweiterung mit Schwimmstegen, einer neuen Einfahrt und neuer Kennzeichnung bereits im Februar 2025.
Der genaue Ablauf für Ægirs Brygge hängt nun von Ausschreibung und Vergabe ab. Nach derzeitiger Planung könnten die Stege in der zweiten Jahreshälfte 2027 geliefert und montiert werden. Bis dahin stehen Finanzierung, Detailplanung und die Vorbereitung des Bauvorhabens an.
Für Gastsegler ändert sich kurzfristig noch nichts. Mittelfristig könnte Hobro jedoch als Hafen am Ende des Mariager Fjords an Komfort gewinnen, insbesondere bei unruhigen Wetterlagen. Die geplanten Außenstege wären dann nicht nur eine neue Uferlinie, sondern ein spürbares Plus für Schutz und Sicherheit im Hafen.
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