SchwedenLandsort - Das sollten Gäste auf eigenem Kiel wissen

Christian Tiedt

 · 06.06.2026

Schweden: Landsort - Das sollten Gäste auf eigenem Kiel wissenFoto: Christian Tiedt
Landsorts Fyr von Westen gesehen. Rechts davor alte Geschützstellungen.
​Die Insel Öja, auch als Landsort bekannt, ist beliebtes Etappenziel auf dem auf dem Weg die schwedische Ostküste hinauf in Richtung Stockholm. Was Gäste auf eigenem Kiel wissen sollten.

Themen in diesem Artikel

Zum Thema: Hier geht es zur Reportage über Landsort

Öja / Landsort

Die Insel Öja ist etwa vier Kilometer lang und nur rund 600 Meter breit. Sie bildet ein eigenes Naturreservat (Öja-Landsort) und zugleich den südlichsten Ausläufer des Stockholmer Schärengartens. Die Südspitze mit dem Leuchtturm – gleichzeitig wichtigste Landmarke – heißt Landsort.

Das Landsorttief (auf Schwedisch Landsortsdjupet), die mit 456,5 Metern tiefste Stelle der Ostsee, befindet sich rund 14 Seemeilen in ESE-licher Richtung von Landsort entfernt. Die Bezeichnung Landsort wird darüber hinaus auch häufig für die gesamte Insel und die größte Siedlung Storhamn verwendet.

Dort befindet sich im Västerhamn der Haupthafen der Insel, offizielle Gastliegeplätze gibt es nicht. Das Becken ist Einsatzfahrzeugen vorbehalten, etwa den Lotsen und Seenotrettern. Die Festlandsfähre legt auf der Außenseite der Mole an.

Häfen und Ankerplätze

Der Gästehafen Öjas, Norrhamn, befindet sich nahe dem nördlichen Ende der Insel auf der Westseite in der Bucht Skravleviken. Die Ansteuerung erfolgt von Nordwesten. Sie ist unbetonnt, aber mit orangen Richtbaken und Richtfeuer bezeichnet. Hier stehen Heckbojen und wenige längsseitige Liegeplätze an der Pier zur Verfügung. Dazu einige zusätzliche Plätze zum Anlegen mit Heckanker. Kontakt: Café Norrhamn, Tel. +46/730/73 14 22.

Von Öja abgesehen bietet auch das umliegende Revier eine Vielzahl von Gasthäfen, Marinas und anderen Liegemöglichkeiten. Da es besonders im Sommer zur Ferienzeit dennoch sehr voll werden kann, sollten für die Übernachtungen Alternativen vorbereitet werden - besonders, wenn ein Inselhafen wie Norrhamn mit vergleichsweise wenigen Liegeplätzen das Ziel ist. Stadthäfen am Festland verfügen oft über ein umfangreiches Serviceangebot mit guten Versorgungsmöglichkeiten.

Karte von Öja / Landsort.Foto: Christian TiedtKarte von Öja / Landsort.

Die Navigation

Küste und vorgelagerte Schären sind eiszeitlich geformt und durch flache Felsenlandschaft geprägt. Durchgehende Fahrwasser sind auf der Seekarte ausgewiesen und je nach Bedeutung betonnt und befeuert. Abseits dieser Fahrwasser, etwa bei der Absteuerung von Buchten oder Naturhäfen, muss aufgrund der zahlreichen Untiefen sehr sorgfältig navigiert werden, besonders wenn gesegelt werden soll. Gute Vorbereitung bei der Streckenplanung ist daher unerlässlich.

Literatur und Seekarten

  • Delius Klasing Sportbootkartensätze 11 „Ostküste Schweden 1“ (Format A2, ISBN 978-3-667-13023-5, 129,90 Euro) und 12 „Ostküste Schweden 2“ (Format A2, ISBN 978-3-667-13190-4, 139,90 Euro). delius-klasing.de
  • Hafenführer „Hamnguiden 7. Landsort – Skanör, Öland, Gotland, Bornholm“, (3. Auflage, 270 Häfen und Liegeplätze, Format A4, Spiralbindung, auf Schwedisch, ISBN 978-82-7997-243-3, 75 Euro). lmf.no

​Zum Thema: Hier geht es zur Reportage über Landsort

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Christian Tiedt

Christian Tiedt

Ressortleiter Reise

Christian Tiedt wurde in Hamburg geboren, blieb lange aber ohne direkten Zugang zum Wassersport. Nach der Berufsausbildung bot das Studium dann endlich die Gelegenheit, auf dem Wasser aktiv zu werden – und die entsprechenden Führerscheine zu machen. Zuerst beim Fahrtensegeln und dann, mit dem Einstieg bei BOOTE im Jahr 2004, auch mit Motorbooten aller Art. Christian konnte inzwischen fast ganz Europa (und einige weiter entfernte Destinationen) auf eigenem Kiel kennenlernen und teilt seine Erlebnisse und Erfahrungen für die YACHT und BOOTE am liebsten in Törnreportagen.

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