Top-MarinasAntiker Hafen Athens – Marina Zea in Piräus

Christian Tiedt

 · 29.04.2026

Top-Marinas: Antiker Hafen Athens – Marina Zea in PiräusFoto: moofushi; adobe stock
Am Abend: Die nahezu kreisrunde Bucht der Marina Zea wirkt wie von Hand geschaffen.
​Die Welt ist voll von reizvollen Reisezielen für Yachten. Und doch gibt es Häfen und Orte, die hervortreten. Hier stellen wir zehn dieser Destinationen vor. Diesmal die Marina Zea in Piräus.

Boote aus aller Herren Länder liegen in der Marina Zea, lackglänzende Schoner neben verchromten Motoryachten. Weiter draußen werden sie immer größer, die Masten höher. Ein Meeting von Megas.

Ebenso dicht ist die Reihe der Gebäude, die den Hafen einschließen, unten Restaurants, Cafés und Bars, darüber Balkons mit Markisen und Sonnenschirmen. Kein Fleckchen Fassade wird verschwendet – das Leben spielt sich draußen ab. Hier schlägt das junge Herz von Piräus.

Hafen Athens in der Antike

Aber auch vor 2.500 Jahren wurde schon in dieser Bucht geankert, doch waren es ausschließlich Triremen. Rund zweihundert der schlanken Dreiruderer fanden zudem in steinernen Trockenschuppen an Land Platz: Denn schon von alters her diente Piräus der wesentlich größeren Metropole als Tor zum Mittelmeer mit seinen weitverzweigten Handelswegen. Eine Position, die es zu verteidigen galt – und Zea beherbergte die Flotte Athens.

Jene Flotte, die in der berühmten Schlacht von Salamis die Perser des Xerxes schlug. Athen stieg zur vorherrschenden Seemacht auf. Es war ein Sieg, ohne den die Geschichte der Antike anders verlaufen wäre. Und jene Europas.

Der Saronische Golf vor der Tür

Der Saronische Golf liegt noch immer vor der Hafeneinfahrt, dahinter die weite Ägäis und noch fernere mediterrane Gestade. Entsprechend beliebt ist die Marina Zea daher als Ausgangspunkt für Yachtreisen oder als Etappenstopp, um die schönsten Ecken der einstigen hellenistischen Welt selbst zu entdecken.


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Christian Tiedt

Christian Tiedt

Ressortleiter Reise

Christian Tiedt wurde in Hamburg geboren, blieb lange aber ohne direkten Zugang zum Wassersport. Nach der Berufsausbildung bot das Studium dann endlich die Gelegenheit, auf dem Wasser aktiv zu werden – und die entsprechenden Führerscheine zu machen. Zuerst beim Fahrtensegeln und dann, mit dem Einstieg bei BOOTE im Jahr 2004, auch mit Motorbooten aller Art. Christian konnte inzwischen fast ganz Europa (und einige weiter entfernte Destinationen) auf eigenem Kiel kennenlernen und teilt seine Erlebnisse und Erfahrungen für die YACHT und BOOTE am liebsten in Törnreportagen.

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