Top-MarinasFjorde wie im Norden - Porto Montenegro in Tivat

Christian Tiedt

 · 09.05.2026

Top-Marinas: Fjorde wie im Norden - Porto Montenegro in TivatFoto: Porto Montenegro
Von oben: An den Piers der Porto Montenegro Marina machen die größten Yachten auf der Außenseite fest.
​Die ganze Welt lockt mit Törnzielen für Yachten. Wir stellen wir zehn außergewöhnliche Destinationen vor. Diesmal Porto Montenegro in Tivat.

​Das „Segelhandbuch der Adria“, seinerzeit herausgegeben von der k. u. k. Kriegsmarine, hatte keinen Sinn für das Schöne, nur für das Praktische – und auch das strikt im nautischen Sinn. Den Golf von Cattaro, südlichster Zipfel Österreich-Ungarns, beschrieb es lediglich als Kriegshafen, und zwar „in seiner ganzen Ausdehnung“.

Imposantes Panorama

Kein Wort vom imposanten Panorama der tief eingeschnittenen, gebirgigen Bucht von Kotor, wie sie heute heißt. Immerhin: In Friedenszeiten war die Einfahrt „Yachten gestattet“, versprach der Wälzer.

Und die kamen schon während der Donaumonarchie: Wenn der Deutsche Kaiser für die Sommerfrische nach Norden dampfte, orientierte man sich von Wien und Budapest aus eher nach Süden, wo die Bucht von Kotor ein ähnliches Naturerlebnis versprach wie Norwegens Fjorde – nur eben deutlich sommerlicher und weniger frisch.

Ein standesgemäßer Hafen

So kann man SMS „Miramar“, die elegante Staatsyacht Franz Josephs, als Vorläuferin der vielen modernen Superyachten sehen, die heute Montenegro ansteuern. Und anders als zu Zeiten der Monarchie gibt es auch einen standesgemäßen Hafen für Gäste auf eigenem Kiel: Porto Montenegro in der Hafenstadt Tivat. Bis zu einer Länge von 250 Metern kommt man hier unter, natürlich bei umfassendem Serviceangebot. Davon konnten die kaiserlich und königlichen Matrosen anno 1900 nur träumen.


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Christian Tiedt

Christian Tiedt

Ressortleiter Reise

Christian Tiedt wurde in Hamburg geboren, blieb lange aber ohne direkten Zugang zum Wassersport. Nach der Berufsausbildung bot das Studium dann endlich die Gelegenheit, auf dem Wasser aktiv zu werden – und die entsprechenden Führerscheine zu machen. Zuerst beim Fahrtensegeln und dann, mit dem Einstieg bei BOOTE im Jahr 2004, auch mit Motorbooten aller Art. Christian konnte inzwischen fast ganz Europa (und einige weiter entfernte Destinationen) auf eigenem Kiel kennenlernen und teilt seine Erlebnisse und Erfahrungen für die YACHT und BOOTE am liebsten in Törnreportagen.

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