Ich suche den BOOTE-Beitrag zu Pollença und passe den Text für Motorbootfahrer an.Zwölf Naturschutzorganisationen haben Einwände gegen den geplanten Aktionsplan für flache Meeresgebiete der Balearen eingereicht. Sie verlangen konkrete Maßnahmen, einen Zeitplan und eine gesicherte Finanzierung.
Der Aktionsplan für flache Meeresgebiete der Balearen befindet sich noch im Verfahren. Die öffentliche Beteiligung lief vom 10. bis 30. September 2026. Am 5. Oktober veröffentlichten zwölf Umweltverbände ihre gemeinsamen Einwände gegen den Entwurf. Sie begrüßen den grundsätzlichen Ansatz, halten die vorgesehenen Schritte aber ohne verbindliche Umsetzungsvorgaben für unzureichend.
Die Organisationen fordern einen konkreten Maßnahmenkatalog, einen Zeitplan und eine finanzielle Zusage. Zunächst soll eine Bestandsaufnahme zeigen, in welchem ökologischen Zustand die flachen Küstengewässer sind und welchen Belastungen sie ausgesetzt sind. Auch die Kriterien für ihre Erfassung sollen festgelegt werden.
Beim Monitoring wollen die Verbände über die bisher genannten Lebensräume hinausgehen. Untersucht werden sollen unter anderem Seegrasbestände, Algengemeinschaften, die Mittelmeer-Koralle Cladocora caespitosa, Seeigel, Steckmuscheln sowie Seepferdchen und Seenadeln. Auch die Wasserqualität soll regelmäßig geprüft werden. Die Stellungnahme verlangt zudem mehr Beteiligung der Verbände in der geplanten Beratungskommission.
Für Motorbootfahrer sind vor allem mögliche Änderungen bei Ankerplätzen und Fahrtgeschwindigkeiten relevant. Der Entwurf sieht vor, beides in sensiblen Gebieten zu überprüfen. Die Verbände verlangen nun festzulegen, wann und wie aus diesen Prüfungen konkrete Maßnahmen werden.
Wie unterschiedlich die Lage vor Ort sein kann, zeigt das geplante Bojenfeld vor Pollença. Dort soll ein bisher ungeregelter Ankerbereich geordnet werden; ein Termin für die Inbetriebnahme steht noch nicht fest. Für den inselweiten Aktionsplan betonte die Balearen-Regierung bei dessen Vorstellung, dass Maßnahmen an das jeweilige Gebiet angepasst werden sollen. Daraus sollen nicht automatisch flächendeckende neue Verbote entstehen.
Die Verbände sehen außerdem Handlungsbedarf bei belasteten Einleitungen aus Werft- und Aufslippbereichen sowie bei der Abwasserentsorgung. Geschädigte Lebensräume sollen gezielt wiederhergestellt werden. Ob und in welcher Form die Regierung diese Vorschläge übernimmt, ist noch offen.

Redakteurin Reise
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