Erstmals gezeigte ExponateNeue Ausstellungen in Bremerhaven und Stralsund

Lasse Johannsen

 · 27.07.2024

Erstmals gezeigte Exponate: Neue Ausstellungen in Bremerhaven und StralsundFoto: Nicole Werner
Exponat im Deutschen Schifffahrtsmuseum
Sowohl das Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven als auch das Meeresmuseum in Stralsund präsentieren aktuell neue Ausstellungen, die mit bisher unveröffentlichten Exponaten beeindrucken.

Themen in diesem Artikel

Deutsches Schifffahrtsmuseum (DSM)

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven zeigt seit kurzem die neue Dauerausstellung „Schiffswelten – Der Ozean und wir“ und beantwortet dort Fragen wie: Wie schwimmt ein Schiff? Wie ist es konstruiert? Was gehört alles zu einem Schiff? Was macht ein Schiff mit dem Meer? Und wie gewinnt Forschungsschifffahrt Wissen aus dem Meer?

Nach rund zweijähriger Bauzeit lädt die Ausstellung auf 2.800 Quadratmetern dazu ein, Schiffe und deren Geschichten zu entdecken, die Kräfte des Meeres kennenzulernen und zu sehen, wie man mit ihnen umgeht.

In den fünf Themenbereichen „Schiffbau“, „Schiff und Physik“, „Schiff und Umwelt“, „Schiff und Ausrüstung“ sowie „Forschungsschifffahrt“ lassen sich 2.000 Exponate aus zwei Jahrhunderten entdecken. Viele davon stammen aus der DSM-Sammlung und werden erstmals in einer Ausstellung gezeigt. Andere wurden von Forschungsinstituten wie dem Alfred-Wegener-Institut, dem GEOMAR oder Einrichtungen wie der Seemannsmission Bremerhaven zur Verfügung gestellt.

Die Museums-Übersicht:

Hinter dem Intro-Bereich mit mehr als 1.500 Modellschiffen wirft die Ausstellung im Bereich Schiffbau die Frage auf, wie ein Schiff entsteht. Die 34 Meter lange und 50 Tonnen schwere Forschungsschiffs-Installation in der Mitte des Gebäudes zeigt, wie auf und mit einem solchen Schiff geforscht wird. Zahlreiche Mitmachstationen laden Museumsgäste zum Entdecken an Bord ein.

Der Bereich „Schiff und Physik“ informiert mit Experimenten und dem Blick auf die Objekte, wie sehr der Umgang mit den Gesetzmäßigkeiten des Meeres zur Beziehung zwischen Mensch und Meer beigetragen hat. Im Bereich „Schiff und Umwelt“ regen Objekte wie die Harpunenkanone, das riesige Pottwal-Skelett oder ein motorisiertes Fischereiboot zum Nachdenken über das Verhältnis der Menschen zu den Meeren an.

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Deutsches Meeresmuseum

Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund wurde nach fast vierjähriger Modernisierung vor wenigen Tagen wiedereröffnet. Nach der Modernisierung verfügt es über eine Nutzfläche von 7500 Quadratmetern. Gleich nach dem neu gestalteten Eingangsbereich empfängt die imposante multimediale Inszenierung einer Jagd auf einen Sardinenschwarm die Gäste. Der nachfolgende Ausstellungsrundgang widmet sich der Entwicklung des Lebens aus dem Meer und seiner Vielfalt, beleuchtet die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Meer und zeigt Strategien für nachhaltige Fischerei auf.

Der Rundgang im Deutschen Meeresmuseum endet in der eindrucksvollen Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“: Über die gesamte Raumhöhe schweben Nachbildungen von Walen in OriginalgrößeFoto: Martin Harms/Deutsches MeeresmuseumDer Rundgang im Deutschen Meeresmuseum endet in der eindrucksvollen Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“: Über die gesamte Raumhöhe schweben Nachbildungen von Walen in Originalgröße

Neue luftige Vitrinenbänder ziehen sich wie sanfte Wellen über zwei Etagen. Im Obergeschoss zeichnen detailgetreu nachempfundene Lebensräume mit präparierten und modellierten Tieren den Weg von der Antarktis bis zur Arktis nach. Eine gut 15 Meter lange Biodiversitätswand würdigt die oft unterschätzte Artenvielfalt der wirbellosen Meerestiere wie Kraken, Quallen und Krebse. Besonders beliebte Objekte, etwa die Lederschildkröte „Marlene“, der fünf Meter hohe originale Korallenriffpfeiler aus dem Roten Meer und das berühmte Finnwalskelett im Chor sind weiterhin zu sehen. Der Globus aus dem ehemaligen Eingangsbereich wird nun für eine digitale Bespielung mit meereskundlichen Themen genutzt.

Das freitragende Stabwerk der oberen Ausstellungsebenen erhielt bis zu 14 Meter lange Öffnungen für die Installation von originalgroßen Modellen von Meerestieren. Der Figurenbauer Peter Ardelt aus Dresden fertigte beeindruckende Nachbildungen von Haien, Delfinen und einem Brydewal an. Das größte Modell ist mit zehn Metern Länge ein Walhai, der über anderen verschiedenen Hai-Arten unter dem Gewölbe schwebt.


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Lasse Johannsen

Lasse Johannsen

Stellvertretender Chefredakteur YACHT

Geboren in Kiel, aufgewachsen am Wasser und an Bord, seglerisch ausgebildet im Verein und beim Segeln auf Nord- und Ostsee. Nach Schule, Marine und juristischer Ausbildung 2007-2009 Volontariat bei der YACHT im Ressort Panorama, welches er heute leitet. Daneben verantwortet er die Sonderausgabe YACHT classic, veröffentlichte mehrere Bücher im Verlag Delius-Klasing und ist stellvertretender Chefredakteur der YACHT. Johannsen ist begeisterter Fahrtensegler auf eigenem Kiel und aktiver Begleiter der deutschen Klassiker-Szene.

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