Flensburger FördeKalkgrund leuchtet nicht mehr

Lasse Johannsen

 · 12.06.2026

Flensburger Förde: Kalkgrund leuchtet nicht mehrFoto: YACHT/Nico Kauss
Der Leuchtturm Kalkgrund in der Flensburger Außenförde.
Das Leuchtfeuer Kalkgrund ist laut den aktuellen Nachrichten für Seefahrer außer Betrieb.

Im Wortlaut heißt die Meldung: “Wegen technischer Probleme ist das Leuchtfeuer Kalkgrund (Lfv. 4001, lfd. Nr. 200300) bis auf weiteres verloschen. Die Schifffahrt wird hiermit aufgefordert den Bereich mit besonderer Vorsicht zu befahren.”

Offiziell vollständig ausgefallen

Bereits im Mai des vergangenen Jahres haben wir auf YACHT online vermeldet, dass der Leuchtturm ausgefallen ist. Bis auf weiteres wurden um den Turm drei Kardinaltonnen ausgelegt, die vor der Gefahrenstelle warnen. Ihre Positionen und Kennungen lauten:

  • West-Kardinaltonne auf der Position 54° 49,48 ' N 009°53,10' E mit der Kennung Fkl (9)
  • Nord-Kardinaltonne auf der Position 54° 49,59 ' N 009°53,29' E mit der Kennung Fkl
  • Ost-Kardinaltonne auf der Position 54° 49,48 ' N 009°53,48' mit der Kennung Fkl (3)

Im April diesen Jahre wurde dann bekanntgegeben, dass das Leuchtfeuer im Notbetrieb und damit unzuverlässig ist. Nun ist es offiziell: Kalkgrund leuchtet gar nicht, nicht mal mehr unzuverlässig...

​Warnung vor der Untiefe Kalkgrund

Der Leuchtturm Kalkgrund befindet sich auf einer Seeposition rund 1,6 Seemeilen nordnordwestlich der Halbinsel Geltinger Birk und warnt vor der Untiefe Kalkgrund, die sich zwischen dem Standort des Turms und dem Festland erstreckt. Er ist Teil der Befeuerung des Kiel-Flensburg-Wegs, der den Turm nördlich passiert.

Erster Vollautomatischer Leuchtturm Deutschlands

​Als erster vollautomatischer Leuchtturm Deutschlands ging Kalkgrund 1963 in Betrieb. Seine Höhe beträgt 24,5 m, die Feuerhöhe 22,9 m. Er dient als Leit- und Quermarkenfeuer. Die derzeit ausgefallene Leuchtoptik verfügt im Regelbetrieb über eine Nenntragweite von 22 Seemeilen. Die Kennung besteht aus einem Gleichtaktfeuer mit weißen, roten und grünen Sektoren und einer Wiederkehr von acht Sekunden.

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Lasse Johannsen

Lasse Johannsen

Stellvertretender Chefredakteur YACHT

Geboren in Kiel, aufgewachsen am Wasser und an Bord, seglerisch ausgebildet im Verein und beim Segeln auf Nord- und Ostsee. Nach Schule, Marine und juristischer Ausbildung 2007-2009 Volontariat bei der YACHT im Ressort Panorama, welches er heute leitet. Daneben verantwortet er die Sonderausgabe YACHT classic, veröffentlichte mehrere Bücher im Verlag Delius-Klasing und ist stellvertretender Chefredakteur der YACHT. Johannsen ist begeisterter Fahrtensegler auf eigenem Kiel und aktiver Begleiter der deutschen Klassiker-Szene.

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