Seit dem 14. Oktober vergangenen Jahres war die wohl bekannteste Wasserstraße Griechenlands wegen dringend nötiger Arbeiten zur Stabilisierung der steilen Kanalhänge für die Schifffahrt geschlossen. In den vergangenen Jahren musste der Kanal wegen schwerer Erdrutsche mehrfach gesperrt und aufwendig saniert werden. Immer wieder waren Fels- und Geröllmassen in das Fahrwasser gerutscht.
Der rund 6,3 Kilometer lange Kanal von Korinth mit den bis zu 85 Meter hohen Kalksteinwänden ist eine der bekanntesten Touristenattraktionen Griechenlands und verbindet den Golf von Korinth im Ionischen Meer mit dem Saronischen Golf in der Ägäis. Die Fahrt durch den Kanal ist nicht nur ein atemberaubendes Erlebnis. Sie spart auch den langen Weg um die Halbinsel Peloponnes und das für seine Frühjahrs- und Herbststürme berüchtigte Kap Maleas.
Für Griechenland-Urlauber auf Törn zwischen Ionischem Meer und Ägäis steht damit wieder eine der spektakulärsten und zugleich praktischsten Routen im östlichen Mittelmeer zur Verfügung. Die nahezu senkrechten Felswände und die enge Fahrrinne machen die Passage durch den Kanal von Korinth nach wie vor zu einem besonderen Erlebnis.
Eröffnet wurde der Kanal am 25. Juli 1893. Doch die Idee, die Landenge von Korinth zu überwinden, reicht bis in die Antike zurück. Für einen Kanalbau dieser Größenordnung war es noch zu früh. Doch gelang eine beeindruckende technische Alternative: Über den Diolkos, eine Steinstraße mit eingelassenen Rillen, wurden die Schiffe auf Wagen oder Schlitten quer über das Land gezogen. Sie verlief auf einer Länge von etwa sechs Kilometern und verband den Golf von Korinth im Westen mit dem Saronischen Golf im Osten.

Redakteurin Reise
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