Karibik-Reviere im PorträtBelize – Korallenriffe und magische Löcher

Andreas Fritsch

 · 03.03.2024

Karibik-Reviere im Porträt: Belize – Korallenriffe und magische LöcherFoto: nr_photos - stock.adobe.com
Das Great Blue Hole in Belize ist fast 125 Meter tief. Etwas für erfahrene Taucher
Belize ist ein Revier für Karibik-Kenner. Ein reines, oft flaches Koralleninsel-Revier, das mangels guter Seekarten etwas anspruchsvoller zu bereisen und vor allem für Katamaran-Törns ideal ist.
  • Anreise: **
  • Schwierigkeitsgrad: **
  • Vielseitigkeit: ***
  • Infrastruktur: *

Das Revier vor der Ostküste Mittelamerikas, genauer zwischen Mexiko und Guatemala, ist ein echter Geheimtipp für gestandene Karibik-Kenner, die nach einer neuen Herausforderung suchen. Hinter einem gigantischen, fast 250 Seemeilen langen Korallenriff liegen geschützt die Cays. Das sind flache Koralleninseln, mal mit Mangrovenwald bewachsen, mal mit feinstem Sand bedeckt. Hier herrscht noch wenig Segeltourismus. Es gibt allerdings auch kaum Infrastruktur, geschweige denn Marinas. Crews sollten sich vor Törnbeginn gut verproviantieren. Bars und Restaurants finden sich oft nur in Ferienresorts. Nach Anmeldung können Crews dort essen gehen.

yacht/image_2951888506bff125049027eb151042eeFoto: YACHT

Grundsätzlich aber reist man der üppigen Natur wegen nach Belize. Vor der Küste finden sich mit die besten Tauch- und Schnorchelreviere der Karibik. Die Unterwasserwelt ist farbenfroh, und es gibt viele Seevögel. Sogar Manatees, Seekühe, leben hier. Die Navigation ist nicht immer ganz einfach. Es mangelt an guten Seekarten. Gefragt ist eine dauerhaft sorgfältige Navigation nach Sicht anhand der Farbe des Wassers (Eyeball-Navigation).

Highlights

Sehenswert sind in Belize die Überreste einstiger Maya-Siedlungen. Die meisten Crews besuchen sie vor oder nach dem Törn. Ansteuern sollte man unbedingt auch die South Water Caye. Vor der Palmeninsel kann man am Riff tauchen und Haie, Zackenbarsche oder Rochen beobachten. An Land finden sich schönste Sandstrände sowie ein Resort samt Restaurant. Auch vor Coco Plum Caye einen Schnorchel-Stopp einlegen! Wer eine Tauchlizenz besitzt, sollte einen Tagesausflug zu einem der berühmten Blue Holes machen. Zwischendurch finden sich viele kleinere, abgelegene Etappenziele wie Lark Caye, wo man vor traumhafter Kulisse ankert.

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Anreise

Mit Übernachtung kommt man via USA (meistens über Houston oder Miami) nach Belize. Von dort wird mit kleinen Propellermaschinen weitergeflogen nach Placencia. Man muss für diese Reise allerdings fast zwei Tage einplanen, und der dritte Flug zum Ziel treibt natürlich den Preis in die Höhe. Belize ist in dieser Hinsicht auf jeden Fall eines der teuersten Reviere der Karibik.


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