SeaHelp erweitert seine Flotte. Der nautische Pannendienst nahm bereits im vergangenen Jahr drei neue Boote in Betrieb. Drei weitere Einheiten kommen 2026 hinzu. Die Gesamtinvestition liegt bei über 350.000 Euro. Parallel dazu plant SeaHelp die Eröffnung von zwei zusätzlichen Stützpunkten an der kroatischen Küste, wie Geschäftsführer Wolfgang Dauser mitteilt.
Für die kommende Saison orderte SeaHelp drei zusätzliche Boote. Das erste Boot wurde bereits im Oktober 2025 von der Ostsee nach Kroatien verlegt. Der Stützpunkt Grömitz erhielt dafür ein kleineres Ersatzboot. Das zweite Boot ist ein in China produziertes Schlauchboot. Es wird mit einem 150 PS starken Yamaha-Außenborder ausgestattet. Die Auslieferung soll noch im Januar 2026 erfolgen. Beim dritten Boot handelt es sich um ein gebraucht erworbenes Technomarin 9,80. Das Boot befindet sich bereits in Kroatien und durchläuft derzeit eine Generalüberholung.
Die drei bereits ausgelieferten Einsatzboote aus 2025 stammen vom tunesischen Hersteller RS Marine. Es handelt sich dabei um RIBs. Diese Festrumpf-Schlauchboote kombinieren einen starren Rumpf mit aufblasbaren Schläuchen an den Seiten. Die Bauweise macht sie stabiler und seetüchtiger als reine Schlauchboote. Die Evok-Modelle sind zwischen 6,5 und 8,7 Meter lang. Als Antrieb dienen Außenborder mit bis zu zweimal 250 PS. Die Boote erreichen dadurch höhere Geschwindigkeiten als vergleichbare Schlauchboote und können auch bei stärkerem Seegang eingesetzt werden.
Der nautische Pannendienst investiert auch in die vorhandenen Einsatzboote. Der Axopar 28 Cabin auf der Insel Solta erhält zwei neue Yamaha-Außenborder mit jeweils 150 PS. Die gleiche Motorisierung bekommt die Ribline 8.0 in Tribunj. Fünf weitere Standorte werden mit neuer Navigationselektronik ausgerüstet. Betroffen sind die Stützpunkte Punat, Solta, Pula, Porec und Tribunj. Die Maßnahmen sollen die technische Verfügbarkeit der Flotte sicherstellen und die Einsatzfähigkeit auf aktuellem Stand halten.
In der Saison 2026 eröffnet SeaHelp zwei weitere Stützpunkte an der kroatischen Küste: „Einen auf den Inseln Silba, Olib, Skarda, Ist oder Molat und einen weiteren im Bereich Sali (Dugi Otok), der Insel Zut oder Zirje“, sagt der SeaHelp-Geschäftsführer. Durch die neuen Stützpunkte sollen sich die Anfahrtszeiten zu Havaristen in diesen Gebieten verkürzen lassen. Gleichzeitig werden die bestehenden Stützpunkte in Losinj, Zadar und Tribunj entlastet.