Bei der standardisierten nautischen Untersuchung wird das Schiff gezielt seitlich ausgelenkt, um seine Stabilitätswerte präzise zu ermitteln. Bei dem Test werden Wassertanks befüllt, damit sich das Schiff um drei bis fünf Grad zur Seite neigt. Die Experten können mit den Messungen Gleichgewicht, Stabilität und Schwerpunkt des Schiffes bestimmen.
Ohne eine umfassende Sanierung droht dem Traditionsschiff der Verfall. Außerdem soll die “Passat” im Zuge der anstehenden technischen und schiffbaulichen Arbeiten an aktuelle Bestimmungen für Brandschutz, Klimaschutz und Barrierefreiheit angepasst werden. Die Stadt schätzt die Gesamtkosten auf etwa 25 Millionen Euro und hofft auf Spenden. (Hier geht es zum Spendenaufruf). Allein für den Unterhalt muss die Hansestadt jährlich 350.000 Euro aufbringen.
1911 ist sie als einer der legendären „Flying P-Liner“ vom Stapel gelaufen. Bis 1957 hat sie die Welt umsegelt und dabei 39 mal Kap Hoorn umrundet. Seit 1960 liegt der Viermaster “Passat” fest auf dem Priwall im Passathafen und ist seither zu einem weiteren Wahrzeichen von Lübeck-Travemünde geworden. Heute ist der altehrwürdige Viermaster sowohl Museum als auch Veranstaltungslocation und Herberge. An Bord des Museumsschiffs erzählt eine sehr persönlich gestaltete Ausstellung vom Leben und Arbeiten auf dem legendären Flying P-Liner. Anhand von Tagebucheinträge folgt die Ausstellung dem Leben eines Schiffsjungen auf großer Fahrt. Darüber hinaus ist das Travemünder Wahrzeichen auch Veranstaltungsort und Unterkunft. Von April bis Oktober kann man sich in einer der 102 Kojen einquartieren. Führungen werden über den Verein „Rettet die Passat e. V.“ angeboten (max. 25 Pers. pro Gruppe) und kosten 70 Euro zuzüglich dem Besichtigungsentgelt. E-Mail: fuehrungen@rettetdiepassat.de

Redakteurin Reise