Mecklenburgische SeenplatteExternes Personal sicherte Schleusenbertrieb

Christian Tiedt

 · 30.11.2024

Mecklenburgische Seenplatte: Externes Personal sicherte SchleusenbertriebFoto: Christian Tiedt
Charterboote bei der Einfahrt in Schleuse Strasen
Ohne sie wäre es eng geworden an den Schleusen: Extern angeworbenes Personal half in der Hauptsaison auf der Mecklenburgischen Seenplatte, um den Betrieb sicher zu stellen. Den Erfolg der Maßnahme bestätigt nun eine Auswertung.

Die Gewässer der Müritz-Havel-Wasserstraße und der Oberen Havel-Wasserstraße sind das beliebteste Binnenrevier Deutschlands. Und aufgrund der zahlreichen Charterboote auch das am stärksten frequentierte. Besonders an den Schleusen kommt es in der Hauptsaison immer wieder zu Wartezeiten.

In diesem Jahr jedoch stand der durchgängige Betrieb der Schleusen schon vor Saisonbeginn auf der Kippe - die Personaldecke beim Schleusenpersonal war zu dünn. Nur eine Notmaßnahme konnte noch längere Wartezeiten oder sogar geschlossene Schleusentore vermeiden: Der Einsatz von externen Hilfskräfte.

22 Gehilfen an den Schleusen im Einsatz

Von Mitte Juni bis Ende August wurden die sechs Schleusen Strasen, Canow, Diemitz und Mirow an der Müritz-Havel-Wasserstraße sowie die Schleusen Steinhavel und Wesenberg an der Oberen Havel gemeinsam betrieben. Das geschah durch vorhandenes WSV-Personal und 22 externe Schleusengehilfen. Nach deren Einarbeitung konnte so bis zum Saisonende am 31. August täglich in drei Schichten von 7 bis 21 Uhr geschleust werden.

Grundlage war die konstruktive Zusammenarbeit mit einem regionalen Tourist-Unternehmen und die Einbindung von externem Schleusenpersonal“, so Eric Oehlmann, Leiter der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS).

Das reguläre Personal behielt an den Schleusen jedoch das Sagen. Denn Voraussetzung für den Einsatz war die klare Trennung zwischen der Bedienung der Schleusentechnik und dem allgemeinen Ablauf des Betriebs auf der einen Seite und den hoheitlichen Aufgaben andererseits - beispielsweise die direkte Anweisung an die einzelnen Bootsbesatzungen. Dabei handelt es um “schifffahrtspolizeiliche Anordnungen” - für die nur die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zuständig ist.

Eric Oehlmann betonte: „Wir müssen unsere Aufgaben optimal erfüllen. Wo eigenes Personal nicht ausreicht, müssen wir neue Wege gehen. Ich freue mich über den Erfolg dieses Projekts, da es uns Flexibilität gibt.“

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Auch in kommenden Saisons wird mit externer Unterstützung an den Schleusen gerechnet, außer in Steinhavel. Sie wird ab der kommenden Saison fernbedient und an die Leitzentrale in Niederfinow aufgeschaltet, was eine Bedienung vor Ort erübrigt.

Christian Tiedt

Christian Tiedt

Ressortleiter Reise

Christian Tiedt wurde in Hamburg geboren, blieb lange aber ohne direkten Zugang zum Wassersport. Nach der Berufsausbildung bot das Studium dann endlich die Gelegenheit, auf dem Wasser aktiv zu werden – und die entsprechenden Führerscheine zu machen. Zuerst beim Fahrtensegeln und dann, mit dem Einstieg bei BOOTE im Jahr 2004, auch mit Motorbooten aller Art. Christian konnte inzwischen fast ganz Europa (und einige weiter entfernte Destinationen) auf eigenem Kiel kennenlernen und teilt seine Erlebnisse und Erfahrungen für die YACHT und BOOTE am liebsten in Törnreportagen.

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