Nach BrandanschlagSportbootschleuse in Regensburg gesperrt

Jill Grigoleit

 · 07.07.2026

Nach Brandanschlag: Sportbootschleuse in Regensburg gesperrtFoto: WSA Donau MDK
Durch einen Brandanschlag in Regensburg ist am Pfaffensteiner Wehr ein Schaden von circa 240.000 Euro entstanden.
Am 8. Juni 2026 setzten Unbekannte mehrere Kabel am Pfaffensteiner Wehr in Regensburg in Brand. Die Sportbootschleuse, die Bootsrutsche und der Geh- und Radweg bleiben für vier bis sechs Wochen gesperrt. Der Sachschaden nach dem Brandanschlag beläuft sich auf 240.000 Euro.

Nach Anschlägen auf kritische Infrastruktur in Regensburg ermitteln das Bayerische Landeskriminalamt und die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus der Generalstaatsanwaltschaft. Im Fokus stehen mutmaßliche Extremisten. Durch das Feuer wurden Energie- und Datenversorgungsleitungen nahezu vollständig zerstört. Kabeltrassen und Entwässerungseinrichtungen des Bauwerks wurden erheblich beschädigt. Betroffen sind zentrale technische Einrichtungen für den Betrieb der Sportbootschleuse, der Bootsrutsche sowie eines Pegels an der Staustufe Regensburg. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK hat alle drei Anlagen bis auf Weiteres gesperrt.

Sperrung trifft Wassersportler in der Hauptsaison

Die gesperrten Anlagen stellen insbesondere in den Sommermonaten einen wichtigen Bestandteil der Freizeit- und Wassersportinfrastruktur im Regensburger Donauraum dar. Zahlreiche Freizeitschifffahrende, Paddelnde und Wassersportvereine nutzen die Sportbootschleuse und die Bootsrutsche, deren Nutzung nun in beide Richtungen bis auf Weiteres nicht mehr möglich ist. Die festgestellten Schäden erfordern umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen. Nach aktuellem Stand beläuft sich der entstandene Sachschaden auf rund 240.000 Euro.

„Wir setzen derzeit alle verfügbaren personellen und technischen Ressourcen ein, um die beschädigten Anlagen schnellstmöglich instand zu setzen und wieder für die Öffentlichkeit freizugeben. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Freizeitschifffahrt so kurz wie möglich zu halten", erklärte Sachbearbeiter Hannes Hagn in einer Mitteilung des WSA Donau MDK.

Reparaturdauer von vier bis sechs Wochen

Aufgrund des Umfangs der Schäden muss derzeit von einer Reparaturdauer von voraussichtlich vier bis sechs Wochen ausgegangen werden. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK bittet alle Betroffenen um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen. Die Behörde werde über den Fortgang der Arbeiten sowie die Wiederinbetriebnahme der Anlagen rechtzeitig informieren. Die Ermittlungen des Bayerischen Landeskriminalamts laufen derweil weiter. Die Bevölkerung wird um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 089/1212-0 gebeten.


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Jill Grigoleit

Jill Grigoleit

Redakteurin Reise

Jill Grigoleit lebte zehn Jahre mit ihrer Familie auf einem Hausboot im eigenen Hafen südlich von Hamburg und schrieb ein Buch über den Hausbootbau und das Leben mit Kindern auf dem Wasser. Seit 2020 schreibt sie vor allem Reisereportagen und Revierporträts für YACHT und BOOTE und konnte damit ihre zwei großen Leidenschaften zum Beruf machen: Reisen und darüber schreiben. Seit Januar 2024 gehört sie fest zum Team des Reiseressorts der Wassersportredaktion von Delius Klasing. Seither sammelt sie in den verschiedensten Regionen Reviertipps und Geschichten über Menschen, die am und auf dem Wasser leben - von der Mecklenburgischen Seenplatte über die bretonische Küste bis ins kanadische Ontario.

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