Hauke Schmidt
· 13.06.2026
Das neue Feature „Navigational Information“ blendet sicherheitsrelevante Hinweise wie vertriebene Tonnen, temporäre Sperrgebiete und neu entdeckte Gefahren unmittelbar als Overlay in der Karte ein. Verfügbar ist die Funktion bislang für Dänemark, Frankreich, die USA und Kanada – für deutsche Gewässer gibt es derzeit noch keine Datenintegration.
Elektronische Seekarten bilden immer nur den Stand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung ab. In der Praxis ändert sich auf dem Wasser jedoch ständig etwas: Tonnen können verdriften, Leuchtfeuer ausfallen, Baustellen entstehen oder Sperrgebiete werden kurzfristig eingerichtet. Genau solche Informationen sind für Bootsfahrer und Skipper entscheidend – tauchen aber nicht automatisch in der Karte auf.
Bislang mussten Skipper diese Hinweise oft umständlich aus verschiedenen Quellen zusammensuchen: über Bekanntmachungen auf Behörden-Websites, PDF-Bulletins oder separate Anwendungen. Aqua Map bringt diese sicherheitskritischen Updates nun direkt in die Navigation: Änderungen an Seezeichen, neue Gefahren, temporäre Hindernisse, Sperrzonen und laufende maritime Operationen werden als standardisierte Symbole in der Karte angezeigt.
Die App bezieht die Meldungen von den zuständigen Seefahrtsbehörden. In Dänemark kommen die Daten beispielsweise vom Søfartsstyrelsen. Frankreich wird über PING (Plateforme d'Information Nautique Géographique) abgedeckt, den offiziellen französischen Dienst für nautische Informationen. Die Abdeckung umfasst das französische Festland, die Antillen, Französisch-Guayana sowie den Nordostatlantik (NAVAREA II).
Für deutsche Gewässer – Nord- und Ostsee sowie Binnenreviere – gibt es aktuell noch keine Integration der Bekanntmachungen für Seefahrer des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Bootsfahrer müssen diese Informationen weiterhin separat über die BSH-Kanäle abrufen.
Neben der nordeuropäischen Abdeckung unterstützt Aqua Map außerdem die USA (Local Notices to Mariners der Coast Guard) und Kanada (NAVWARNs der Canadian Coast Guard).
Nach Aktivierung in den App-Einstellungen erscheinen relevante Warnungen als Overlays in der Kartenansicht – mit standardisierten Symbolen und Farbcodes. Ein Fingertipp öffnet die Detailansicht mit:
Das System aktualisiert die Inhalte automatisch bei Internetverbindung, lädt neue Meldungen herunter und entfernt abgelaufene Hinweise. Für Fahrten in Gebieten mit eingeschränkter Netzabdeckung können Meldungen lokal zwischengespeichert werden.
Die Funktion ist Teil der Advanced Tools-Subscription von Aqua Map. Nutzer können zwischen zwei Tarifen wählen:
Die Preise liegen bei 14,99 Euro/Jahr (Expert) und 24,99 Euro/Jahr (Master) – je nach Region und Währung sind leichte Abweichungen möglich. Ein 14-tägiger kostenloser Test ist verfügbar. Wichtig: Die Advanced Tools-Subscription setzt eine aktive Seekarten-Subscription für die jeweilige Region voraus.

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