NiedrigwasserPegel-Apps für die Törnplanung in Binnenrevieren

David Ingelfinger

 · 16.07.2026

Wegen der anhaltenden Trockenheit ist die Binnenschifffahrt eingeschränkt und Frachtschiffe können nur mit reduzierter Ladung fahren. Auch die Sportschifffahrt wird bei anhaltender Trockenheit stärker betroffen sein. | Marc John
Foto: picture alliance / Bonn.digital
​Die anhaltende Trockenheit führt in vielen deutschen Binnenrevieren zu sinkenden Wasserständen. Spezielle Systeme können dabei helfen, präzise Aussagen zu aktuellen und zukünftigen Pegelständen zu treffen. Hier sind drei Pegel-Apps für deutsche und internationale Binnenreviere.

Themen in diesem Artikel

Niedrige Wasserstände betreffen nicht nur die kommerzielle, sondern auch zunehmend die Sportschifffahrt. Besonders auf Binnengewässern ist das Wissen über den aktuellen Pegel und über mittelfristige Trends sehr wichtig, um flache Abschnitte rechtzeitig einzukalkulieren.

Meine Pegel

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“Meine Pegel” ist die offizielle Wasserstands- und Hochwasser-App der Hochwasserzentralen und bietet Zugriff auf rund 3.000 Pegel in Deutschland. Nutzer können individuelle Grenzwerte festlegen und sich per Push-Benachrichtigung warnen lassen, wenn ein Pegel einen bestimmten Stand über- oder unterschreitet. Die App liefert nicht nur aktuelle Messwerte, sondern auch Wasserstandsvorhersagen für rund 400 Pegel, was für die mittelfristige Törnplanung auf Flüssen sehr nützlich sein kann. Die App ist kosten-und werbefrei, da sie ein staatliches Angebot ist. Gelobt wird die hohe Zuverlässigkeit der Daten, während das Design im Vergleich zu kommerziellen Apps eher funktional und nüchtern ausfällt.

RiverApp

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Die RiverApp stellt Pegeldaten von weltweit rund 40.000 Messstellen bereit. Auch das deutsche Netz der Bundeswasserstraßen – vom Rhein bis zur Elbe – ist dabei vollständig abgedeckt. Die Anwendung visualisiert aktuelle Wasserstände, Trends und Wassertemperaturen. Über die Einbindung offizieller Datenquellen können Skipper spezifische Flussabschnitte beobachten und die Entwicklung der Wasserstände über mehrere Tage verfolgen.

Der Preisberechnung wird in unterschiedliche Modelle unterteilt. Während die Basisdaten werbefinanziert zur Verfügung stehen, schalten die premium Versionen Push-Benachrichtigungen und die werbefreie Kartendarstellung frei. Die werbefinanzierte Basisversion ist kostenlos. Das Premium-Upgrade kostet 1 Euro pro Monat, sieben Euro im Jahr oder einmalig 29,99€ für die dauerhafte Nutzung.

  • Für iOS und Android
  • Kosten: Basisversion kostenlos / Premium-Abo: 0,99€ pro Monat und 6,99€ pro Jahr / Lifetime einmalig 29,99€.

PegelAlarm

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Die App „PegelAlarm“ hat Zugriff auf rund 30.000 internationale Messstellen im deutschsprachigen Raum, in weiten Teilen Europas und in den USA. Statt zwischen den Webseiten verschiedener nationaler Behörden wechseln zu müssen, bündelt die App die unterschiedlichen Datenquellen an einem Ort.

Neben der regelmäßigen Aktualisierung der Wasserstände hat die App ein Regenradar für die Wetterbeobachtung integriert. Skipper können für jede Messstation individuelle Warnschwellen definieren. Bei Über- oder Unterschreitung des festgelegten Wasserstands schlägt das Smartphone wahlweise per Ton, Vibration oder über den LED-Blitz Alarm. In der Pro-Version liefert die App zudem konkrete Wasserstandsvorhersagen für ausgewählte Stationen, historische Höchstwerte und die Möglichkeit, Warnungen bei schlechter Netzabdeckung direkt per SMS zu empfangen.

  • Für iOS und Android
  • Kosten: Basisversion kostenlos / Premium-Abo: 1,99 € pro Monat oder 19,99 € pro Jahr

​​​Weitere Apps finden Sie hier:


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Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

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