Cannes Yachting FestivalDie Croisette ruft

Martin Hager

 · 26.01.2023

Cannes Yachting Festival: Die Croisette ruftFoto: Inovphoto
Eine Show, zwei Häfen: Im westlich gelegenen Vieux Port machen Motoryachten fest, im Port Canto finden Besucher Segelyachten, Kats und größere Brokerangebote. Kostenlose Wassertaxis verbinden die beiden Häfen miteinander.
Vom 6. bis 11. September findet die 44. Auflage des Cannes Yachting Festivals statt. Nie gab es so viele Weltpremieren zu sehen wie in diesem Jahr.

Vieux Port − der alte Hafen − ist im Laufe der letzten Jahre zu einer der wichtigsten Bühnen der Yachtwelt geworden. Hier, im Zentrum von Cannes, unterhalb der mittelalterlichen Burg La Castre und angrenzend an die berühmte Flanier- und Shoppingmeile La Croisette, trifft sich Jahr für Jahr und Anfang September das Who’s who der Branche. Keine Marke lässt es sich entgehen, die meist lange angekündigten Weltpremieren an der französischen Riviera zu präsentieren. Jede Werft arbeitet unter Hochdruck, um die Neuheiten pünktlich und in perfektem Zustand an die Stege des Festivals zu legen. Zur 44. Auflage der Freiluftmesse erwarten die Veranstalter 550 Aussteller und mehr als 640 (!) Boote und Yachten, die sich − wie im letzten Jahr − auf zwei Häfen verteilen. Dazu rund 54 000 wassersportaffine Besucher, die bei perfektem mediterranen Klima und zu einem überschaubaren Eintrittspreis von 19 Euro die größte und aktuellste Auswahl an Yachten vorfinden, die es derzeit zu sehen gibt.

Der Port Canto beherbergt Segelformate und Toys.Foto: InovphotoDer Port Canto beherbergt Segelformate und Toys.

Im Port Canto auf der Ostseite der Bucht werden angrenzend an Stege mit einer Gesamtfläche von 4000 Quadratmetern Segelyachten, Mehrrumpfboote, eine Vielzahl an Wassersportgeräten und größere Brokerangebote präsentiert, während sich im Vieux Port nach wie vor die Hersteller von Motoryachten versammeln. „Das Cannes Yachting Festival ist meiner Meinung nach die mit Abstand wichtigste Messe, wenn es um Yachten mit Längen zwischen 18 und 40 Metern geht“, zeigt sich auch der Chefredakteur von BOOTE EXCLUSIV, Martin Hager, begeistert. „Ein Riesen­vorteil der Show ist, dass die Yachten im Wasser liegen und von den meisten Werften Probefahrten angeboten werden − sowohl für die internationale Yachtingpresse als auch für potenzielle Kunden, die sich ein detailliertes Bild machen möchten.“ Frühmorgens vor Messebeginn oder nach Showende verlassen die Neuheiten täglich das Hafen­becken, um im Golfe de la Napoule zu zeigen, was in ihnen steckt.

Dieses Jahr wird der Bereich für rein elektrisch fahrende Boote erweitert.Foto: InovphotoDieses Jahr wird der Bereich für rein elektrisch fahrende Boote erweitert.

E-Mobilität hält auch im Yachting Einzug, weswegen neben einer großen Auswahl an E-Tendern zunehmend Großformate auf dem Vormarsch sind, die ganz ohne Verbrennermotoren auskommen. Hier unsere Neuheiten-Empfehlungen (Bildergalerie ganz unten):

„Lady Lene“: Der 34 Meter lange Alu-Verdränger im sanften Explorer-Look von Guido de Groot stammt aus den Hallen von Van der Valk.
Foto: Stuart Pearce
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Martin Hager

Martin Hager

Chefredakteur YACHT und BOOTE Exclusiv

Martin Hager ist Chefredakteur der Magazine YACHT und BOOTE EXCLUSIV. Er segelt seit seiner Kindheit, Surfen, Kitesurfen und Wingfoilen ergänzen seit vielen Jahren seinen sportlichen Horizont. Die Liebe zum Wassersport führte ihn zum Schiffbaustudium und von dort im Jahr 2004 in die Hamburger Redaktion des Delius Klasing Verlages. Seine Leidenschaft für den Bootsbau, die Yachtbranche und die spannenden Charaktere, die das Yachting prägen, gibt er mit Freude weiter – sei es in seinen Artikeln, als auch im Gespräch mit Lesern und der Branche.

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