Rückblick Interboot 2026Eine Messe zum Mitmachen

Ralf Marquard

 · 28.09.2026

Stand von Sea Ray.
Foto: Messe Friedrichshafen
36.100 Besucherinnen und Besucher kamen zur 65. Auflage der internationalen Wassersportmesse am Bodensee – mit neuen Formaten, mehr Erlebnisangeboten und einem klaren Fokus auf Einsteiger und Elektromobilität.

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Fünf Tage lang stand Friedrichshafen ganz im Zeichen des Wassersports: Die Interboot, eine der bedeutendsten Wassersportmessen im deutschsprachigen Raum, öffnete vom 23. bis 27. September zum 65. Mal ihre Tore. 36.100 Besucherinnen und Besucher informierten sich über aktuelle Motorboote und Segelyachten, Zubehör und die neuesten Trends der Branche.

Neue Formate setzen Akzente

Besonderes Highlight der diesjährigen Ausgabe waren gleich drei neue Messebereiche: Die erstmals um Segelboote erweiterte Sonderschau „Mein erstes Boot" richtete sich gezielt an Einsteiger, während die neue E-Boat Area das wachsende Interesse an elektrischen Antrieben aufgriff. Ergänzt wurde das Angebot durch ein Refit-Center, das Themen rund um Bootsaufbereitung und -pflege in den Fokus rückte. Auch Nachhaltigkeit und Frauen im Wassersport spielten in diesem Jahr eine prominente Rolle.

Messegeschäftsführer Klaus Wellmann zieht ein positives Fazit: „Die Interboot bringt Menschen und Unternehmen zusammen, die eine gemeinsame Leidenschaft verbindet. Von Friedrichshafen aus finden Boote und neue Ideen ihren Weg in internationale Wassersportgebiete. Diese Mischung aus Branchentreffpunkt und Erlebnis für das Publikum macht die Veranstaltung aus und wollen wir auch in Zukunft weiter stärken."

Aussteller ziehen positive Bilanz

Trotz einer etwas geringeren Besucherfrequenz als im Vorjahr berichten viele Aussteller von guten Gesprächen und konkreten Geschäftsabschlüssen. KIBAG-Verkaufsleiter Davor Panarese etwa verkaufte drei Boote – darunter ein Elektroboot – und verbuchte zusätzliche Aufträge für das Winterlager. TB Yard-Vertreter Ernst Houtman beobachtete vor allem beim Thema Elektromobilität großes Interesse: „Wir sind im Großen und Ganzen zufrieden mit der Veranstaltung. Das Interesse von Seiten des Publikums war da, vor allem beim Thema Elektroboote."

Besonders erfreulich: Die Zahl der Neueinsteiger wächst wieder. Dennis Pfister, Geschäftsführer von Boote Pfister und zum zwölften Mal auf der Interboot vertreten, berichtet: „Man merkt, dass sich die bislang eher zurückhaltenden Interessenten langsam wieder trauen, etwas im Freizeitsegment zu kaufen." Für sein Unternehmen ist die Messe unverzichtbar: „Fast 40 Prozent unserer verkauften Boote landen im Bodenseekreis – die Interboot ist für uns eine Pflichtveranstaltung."

Mitmachen stand im Mittelpunkt

Neben Ausstellung und Beratung spielte das aktive Erleben eine zentrale Rolle. Ob auf dem Messe-See oder im Interboot-Hafen – die Möglichkeiten, Wassersport selbst auszuprobieren, waren vielfältig. Das Motorboot-Frauenfahrtraining war an allen Tagen restlos ausgebucht. Olympionikin Alina Kornelli, die erstmals als Gastgeberin eines Pumpfoil-Kurses auf dem Messe-See dabei war, zeigte sich begeistert: „Ich war richtig überrascht von der großen Resonanz. Die Teilnehmenden waren motiviert, mutig und am Ende alle happy."

Auch die Besucher selbst waren angetan. Johannes aus Stuttgart, der zum ersten Mal die Interboot besuchte, resümiert: „Es herrscht eine entspannte Atmosphäre auf dem Gelände und die Shows auf dem Messe-See waren super."

​Die Interboot 2027 findet vom 22. bis 26. September in Friedrichshafen statt.


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Ralf Marquard

Ralf Marquard

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE

Ralf Marquard entdeckte seine Begeisterung für das Bootfahren auf der beschaulichen Aller, zunächst mit Schlauchbooten, später mit einem Sechs-Meter-Kajütboot. Sein Elektrotechnikstudium an der HAW Hamburg führte ihn vom südlichen Heidekreis (Niedersachsen) in die Hansestadt. Ralf Marquard arbeitet seit 1997 in der BOOTE-Redaktion und wurde dort zum Testredakteur ausgebildet. Er testet sowohl kleine Schlauchboote als auch größere Yachten. Sein persönliches Boot ist ein 4,50 Meter langes, selbstgebautes Holzboot mit einem 50-PS-Außenbordmotor. Im Jahr 2007 wurde er zum stellvertretenden Chefredakteur bei BOOTE ernannt.

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