Vor 40 Jahren hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ihre Freiwilligenstation auf Fehmarn wiedereröffnet. Dieses Datum begehen die Seenotretter um Vormann Arne Fröse am Sonntag, 5. Juli 2026, mit einem Aktionstag im Hafen von Burgstaaken.
Von 11 bis 15 Uhr stellen die freiwilligen Seenotretter ihre Arbeit vor, geben Einblicke in ihre häufig gefährlichen Einsätze auf See und zeigen bei Rettungsvorführungen ihre Stärke. Besucherinnen und Besucher können zudem beim Open Ship die beiden Seenotrettungsboote “Helene” und “Romy Frank” sowie den in Großenbrode stationierten Rettungskreuzer “Bremen” aus nächster Nähe kennenlernen. Und vielleicht auch selbst einmal am Ruder Platz nehmen.
Unterstützt werden die Seenotretter an diesem Tag von der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Ortsgruppe Fehmarn der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Sollte es am Veranstaltungstag zu einem Einsatz der Seenotretter kommen, müssen Open Ship und Vorführungen kurzfristig entfallen. Die DGzRS bittet hierfür um Verständnis. Neue Bootsklasse für die Seenotretter
Die DGzRS-Station auf Fehmarn gründete sich bereits 1897/1898. Nach 1945 wurde sie zunächst geschlossen, bevor Burgstaaken Liegeplatz des Seenotrettungskreuzers “Hamburg” wurde. Wiedereröffnet hat die DGzRS die Freiwilligenstation Fehmarn am 1. Juni 1986 im Fährhafen Puttgarden – beinahe genau vor 40 Jahren.
Heute sind rund 20 freiwillige Rettungsleute von der Insel aus im Einsatz. Die Station verfügt über zwei Liegeplätze: Im Fährhafen Puttgarden im Norden der Insel ist das 10,1 Meter lange Seenotrettungsboot “Romy Frank” stationiert. Im Hafen Burgstaaken im Süden Fehmarns liegt die 8,9 Meter lange Kollegin “Helene”.
Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote auf 53 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten einsatzbereit. Rund um die Uhr, bei jedem Wetter.
Jahr für Jahr fahren die Seenotretter rund 2.000 Einsätze, koordiniert von der deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen der DGzRS. Die Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert, ohne jegliche öffentliche Mittel. Seit Gründung der DGzRS 1865 haben ihre Besatzungen mehr als 87.700 Menschen aus Seenot gerettet oder aus Gefahren befreit. Schirmherr der Seenotretter ist der Bundespräsident.

Redakteurin News & Panorama
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