Es sind Szenen wie aus einem Katastrophenfilm, die sich am späten Abend des 29. Dezember in der südafrikanischen Provinz Mpumalanga abspielten. Ein Ausflug auf einem Wasserski-Boot endete für vier Männer beinahe tödlich, als ihr Boot manövrierunfähig, offenbar wegen eines Motorschadens, auf die Überlaufkante eines Staudamms zusteuerte und dort hängen blieb.
Wie Augenzeugen berichteten, trieb das Boot auf dem Gewässer nahe der Stadt Standerton steuerlos auf die Staumauer zu. Die starke Strömung drückte das kleine Gefährt direkt auf den Überlauf zu. Das Boot verfing sich genau an der Kante, während gewaltige Wassermassen an ihm vorbei in die Tiefe stürzen.
Videoaufnahmen zeigen die verzweifelte Lage der vier Insassen: Offenbar waren sie freiwillig ausgestiegen und mussten sich, um nicht von der Strömung mitgerissen zu werden und die rund 40 Meter in die Tiefe zu stürzen, krampfhaft am Rumpf des Bootes festklammern.
Der Notruf ging gegen 19:15 Uhr Ortszeit ein. Für die alarmierten Rettungskräfte begann ein Wettlauf gegen die Zeit, da mit fortschreitender Dauer nicht nur die Kräfte der Verunglückten schwanden, sondern auch die Dunkelheit einsetzte.
Nach Medienberichten wurde Wasser aus dem Becken abgelassen, um den Wasserdruck auf das Boot und die Personen zu verringern.
Unter erschwerten Bedingungen mussten die Einsatzteams in der Dunkelheit manövrieren, um das an der Kante wippende Boot zu erreichen. Den Rettern gelang es schließlich, alle vier Männer unverletzt aus ihrer lebensbedrohlichen Lage zu befreien, kurz bevor das Boot in den Abgrund hätte stürzen können. Offenbar brachten sie dazu eine Rettungsleine aus, an der sie die Personen nacheinander zum Rettungsboot zogen.