RettungSchiffbrüchige auf unbewohnter Pazifik-Insel entdeckt

Boote Redaktion

 · 12.04.2024

Eine mit Palmenwedeln im Sand ausgelegte Botschaft führte zur Rettung der Schiffbrüchigen
Foto: U.S. Coast Guard
Die US-Küstenwache hat drei Schiffbrüchige von einer unbewohnten Koralleninsel im Pazifik gerettet. Seit Ostern wurden die Fischer vermisst. Ein Aufklärungsflugzeug der US-Marine hatte am Dienstag aus der Luft ein mit Palmwedeln im Sand ausgelegtes “H-E-L-P” entdeckt und daraufhin Suchtrupps los geschickt, die die Männer zwei Tage später retten konnten.

Die Männer waren am Ostersonntag in einem sechs Meter langen Boot mit Außenborder vom Polowat-Atoll aus zum Fischen aufgebrochen. Nachdem sie sechs Tage später immer noch nicht zurückgekehrt waren, alarmierte die Nichte einer der Seeleute die Behörden. Die Küstenwache startete einen Rettungseinsatz in einem Suchgebiet von über 78.000 Quadratseemeilen. Als am vergangenen Dienstag eine Maschine der US-Marine die unbewohnte Insel Pikelot in Mikronesien überflog, machte die Besatzung am Strand ein aus Palmwedeln bestehendes, großes “H-E-L-P” aus. Sie warfen Überlebenspakete für die drei Männer ab und gaben ihren Standort an das Rettungszentrum weiter.

Botschaft im Sand führte zur Rettung

Die 32 Hektar große und von Palmen bedeckte Insel, auf der die Männer gestrandet waren, ist ebenso wie das Polowat-Atoll Teil Mikronesiens. Sie liegt rund 100 Seemeilen (etwa 185 Kilometer) von der Heimatinsel der Männer entfernt. Medienberichten zufolge hatte der Außenbordmotor ihres Bootes einen Schaden erlitten. Sie retteten sich auf die unbewohnte Insel, konnten aber keine Hilfe mehr rufen, da die Batterien ihres Funkgeräts leer waren. Auf den Fotos der US Küstenwache sind neben der Botschaft im Sand zwei kleine überdachte Unterkünfte zu sehen, in denen die Schiffbrüchigen elf Tage ausgeharrt haben müssen. Einem CNN-Bericht zufolge ernährten sich die Gestrandeten von Kokosnüssen und Wasser aus einem kleinen Brunnen auf der Insel, die manchmal von Fischern in der Region angesteuert wird.

Bereits 2020 wurden Schiffbrüchige Dank einer Botschaft im Sand von der selben Insel gerettetFoto: Department of Defence of Australia/ dpaBereits 2020 wurden Schiffbrüchige Dank einer Botschaft im Sand von der selben Insel gerettet

Die “New York Times” berichtete, dass dies nicht das erste Mal war, dass Schiffbrüchige von der Insel Pikelot gerettet wurden. Vor vier Jahren wurden drei vermisste Seeleute dort gefunden, nachdem sie “SOS” in den Sand geschrieben hatten.

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