Ein gekentertes Motorboot, zwei Menschen im kalten Elbwasser: Bei einem Einsatz auf Höhe der Tonne 108 haben Feuerwehr und DLRG am vergangenen Donnerstag zwei Personen in Sicherheit gebracht. Ein Forschungsschiff kam den Verunglückten dabei zuvor.
Die Leitstelle alarmierte die Einsatzkräfte am Donnerstagnachmittag zu einem Notfall auf der Elbe. Ein etwa 3,5 Meter langes Motorboot war laut Informationen der DLRG im Bereich der Tonne 108 gekentert. Beide Insassen trieben daraufhin im Wasser. Doch die beiden hatten Glück im Unglück. Nach dem Kentern konnten sie sich an der Tonne 108 festhalten, einer der Fahrwassertonnen der Elbe.
So konnten sie sich über Wasser halten, bis Hilfe zur Stelle war. Diese kam nach DLRG-Angaben von der „Atair“, einem Forschungsschiff, das sich bereits in der Nähe befand. Es erreichte die Unglücksstelle als Erstes und nahm die beiden Personen an Bord.
Als die Feuerwehr Stade mit ihrem Einsatzboot eintraf, übernahm sie die Geretteten. Sie brachte die beiden zur Rettungswache Stadersand – einen Anlegepunkt am Südufer der Elbe im Landkreis Stade. Parallel zur Rettung der beiden Personen, kümmerte sich die DLRG Stade um das havarierte Fahrzeug. Die Einsatzkräfte richteten das rund 3,5 Meter lange Motorbootwieder auf, nahmen es in Schlepp und brachten es in den Hafen nach Haseldorf.
Die Elbe zwischen Stade und Haseldorf zählt zu den verkehrsreichen Abschnitten der Tideelbe. Starke Strömung, wechselnde Wasserstände durch den Tidehub sowie der Begegnungsverkehr mit großen Frachtschiffen machen das Revier für kleine Freizeitboote anspruchsvoll.

Redakteur News & Panorama