Am Montagnachmittag hatte die Rettungsleitstelle See in Bremen ein Notruf aus der Wismarer Bucht erreicht. Der Skipper einer Motoryacht meldete, dass sein Schiff zwischen Boltenhagen und der Halbinsel Poel auf die Untiefe Lieps aufgelaufen sei und festsitze. Kurz darauf war zudem klar, dass das Schiff offenbar infolge der Strandung Wasser machte.
Zum Zeitpunkt der Havarie herrschte laut einer Mitteilung der DGzRS in dem Gebiet Nordostwind der Stärke sechs mit Geschwindigkeiten von bis zu 49 Kilometer pro Stunde. An Bord der Motoryacht befanden sich zwei Frauen, zwei Männer und ein Hund.
Seenotretter versuchten zunächst, die Yacht freizuschleppen. Aufgrund des Gewichts und der Festsitzposition gelang dies jedoch nicht. Der Wassereinbruch verschärfte die Situation zusätzlich.
Die Crew des Seenotrettungskreuzers entschied daher, die Motorbootfahrer von Bord zu holen. Sie wurden nach Weiße Wiek gebracht. Abends kontrollierte die Freiwillige Feuerwehr Boltenhagen den Havaristen. Da keine Gewässerverunreinigung festgestellt wurde, mussten keine weiteren Bergeversuche unternommen werden. Das Schiff von der Sandbank fortzuschaffen, ist nun Aufgabe des Eigners beziehungsweise von dessen Versicherung.
Über die Gründe für die Strandung ist bislang nichts bekannt.

Textchef YACHT
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