Wismarer BuchtVier Menschen und ein Hund von Motoryacht abgeborgen

Pascal Schürmann

 · 15.07.2026

Wismarer Bucht: Vier Menschen und ein Hund von Motoryacht abgeborgenFoto: DGzRS
Versuche der Seenotretter, die auf die Untiefe Lieps gelaufene Motoryacht freizuschleppen, schlugen fehl.
Eine 19 Meter lange Motoryacht ist in der Wismarer Bucht auf eine Untiefe gelaufen und hat einen Wassereinbruch erlitten. Da ein Freischleppen der 50-Tonnen-Yacht scheiterte, evakuierten die Seenotretter die Crew samt deren vierbeinigen Begleiter.

Am Montagnachmittag hatte die Rettungsleitstelle See in Bremen ein Notruf aus der Wismarer Bucht erreicht. Der Skipper einer Motoryacht meldete, dass sein Schiff zwischen Boltenhagen und der Halbinsel Poel auf die Untiefe Lieps aufgelaufen sei und festsitze. Kurz darauf war zudem klar, dass das Schiff offenbar infolge der Strandung Wasser machte.

Zum Zeitpunkt der Havarie herrschte laut einer Mitteilung der DGzRS in dem Gebiet Nordostwind der Stärke sechs mit Geschwindigkeiten von bis zu 49 Kilometer pro Stunde. An Bord der Motoryacht befanden sich zwei Frauen, zwei Männer und ein Hund.

Bergungsversuche bleiben erfolglos

Seenotretter versuchten zunächst, die Yacht freizuschleppen. Aufgrund des Gewichts und der Festsitzposition gelang dies jedoch nicht. Der Wassereinbruch verschärfte die Situation zusätzlich.

Die Crew des Seenotrettungskreuzers entschied daher, die Motorbootfahrer von Bord zu holen. Sie wurden nach Weiße Wiek gebracht. Abends kontrollierte die Freiwillige Feuerwehr Boltenhagen den Havaristen. Da keine Gewässerverunreinigung festgestellt wurde, mussten keine weiteren Bergeversuche unternommen werden. Das Schiff von der Sandbank fortzuschaffen, ist nun Aufgabe des Eigners beziehungsweise von dessen Versicherung.

Über die Gründe für die Strandung ist bislang nichts bekannt.

Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Pascal Schürmann

Pascal Schürmann

Textchef YACHT

Pascal Schürmann hat 2001 bei der YACHT in Hamburg als Textchef angeheuert. Den Umgang mit Pinne und Schot lernte er als Jugendlicher in der Wanderjolle auf dem Sneeker Meer sowie auf dem Dickschiff auf dem IJsselmeer. Während und nach dem Studium folgten Törns auf der Ostsee und im Mittelmeer. Als gelernter Wirtschaftsjournalist kümmert er sich zudem um Bootsfinanzierungs- und Yachtversicherungsberichte, hegt aber auch ein Faible für Blauwasserthemen.

Meistgelesen in der Rubrik Special