Dingi-AlternativenSelbstaufblasbares SUP mit E-Antrieb von Sipa

Michael Rinck

 · 07.02.2024

Stand Up Paddleboards sind auf vielen Yachten mit dabei. Ob als reines Spaßgerät für die Ankerbucht oder als platzsparende Dingi-Alternative
Foto: Hersteller
Sipa-Boards
Sipa Boards, ein Unternehmen aus Slowenien, hat eine innovative Serie von Stand-Up-Paddle-Boards (SUPs) mit Elektromotor entwickelt. Die Boards sind mit einem zentralen Antriebssystem ausgestattet

Das slowenische Unternehmen Sipa Boards hat SUPs mit Elektromotor entwickelt. Die Antriebs- und Akkueinheit sitzt zentral in einem Schacht. Sie wird vor dem Aufpumpen eingesetzt und beklemmt sich, wenn das Board den vorgesehenen Druck erreicht hat. Durch eine Abdeckung auf der Oberseite können die Akkus zum Aufladen entnommen werden. Unten befindet sich der Jetantrieb.

Die Besonderheit: Der Antrieb schließt flush mit dem Board ab. So besteht keinerlei Verletzungsrisiko, und es können auch keine Schäden entstehen, wird das SUP auf den Strand gezogen. Zudem ist der Antrieb beleuchtet. Die 5.000 Lumen leistenden LEDs illuminieren Wasser und Seeboden bei Dunkelheit. Es können bis zu zwei Energiespeicher mit jeweils 180 Wattstunden eingesetzt werden. Damit soll der Antrieb bis zu sechs Stunden mit Strom versorgt werden.

Das SUP ist nicht zum Rasen, sondern zum Genießen gedacht

Der Motor ist nicht für rasantes Fahren, sondern für maximal 4,5 Knoten konzipiert. Damit sollen auch längere Ausflüge oder der Rückweg bei Gegenwind mühelos machbar sein. Somit ist der Antrieb des Sipa-Boards mit dem eines E-Bikes vergleichbar. Er erhöht Komfort und Sicherheit. Die Regelung des E-Motors ist drahtlos und kann an das Paddel geklippt werden. Sobald die Bluetooth-Verbindung unterbrochen wird (bei Verlust des Paddels etwa), stoppt der Motor. Das Drive Tourer Silver (Bild) ist selbstaufblasend, misst 11 Fuß mal 32,2 Zoll und kostet inklusive Antrieb 3.300 Euro.


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Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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