Outils OceanTool BagWerkzeugkiste aus Stoff

Michael Rinck

 · 19.09.2026

Die textile Werkzeugkiste von Outils Ocean macht sich gut an Bord.
Ein Schraubendreher-Set, Zangen und ein Steckschlüsselsatz passen in viele Taschen. Sobald ein Akku-Bohrschrauber dazukommt, wird die Auswahl kleiner. Die Outils-Tool Bag CO2 ist für ein deutlich größeres Werkzeugsortiment gemacht: 45 Zentimeter lang, 26 Zentimeter tief und laut Hersteller bis zu 15 Kilogramm belastbar. Damit ist sie eher eine mobile Bordwerkstatt als eine kleine Notfalltasche.

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Die Tool Bag CO2 von Outils Océans ist laut Hersteller für den mobilen Einsatz konzipiert und soll Hand- wie Elektrowerkzeug aufnehmen. Damit ist die Tasche für Bootsfahrer genau richtig, die ihr Werkzeug auch bei Seegang sicher verstaut wissen wollen.

Mehr Platz für Werkzeug

Die CO2 misst 45 x 24 x 26 Zentimeter und bringt leer 1,1 Kilogramm auf die Waage. Sie ist damit spürbar größer und schwerer als die flache CO3. Der Unterschied ist für Eigner entscheidend: Die CO2 bietet Raum für ein erweitertes Bord-Grundsortiment, etwa Schraubendreher, Zangen, Stecknüsse, Kabelschuhe, Sicherungen, ein Multimeter und einen kompakten Akku-Bohrschrauber samt Ladegerät.

Die vom Hersteller angegebene Traglast von 15 Kilogramm sollte jedoch nicht als Einladung verstanden werden, jedes verfügbare Werkzeug einzupacken. Auf kleineren Motorbooten zählt auch, ob sich die Tasche aus einer Backskiste oder unter einer Sitzbank noch bequem herausheben lässt. Der Vorteil der CO2 liegt deshalb vor allem darin, Werkzeug nach Aufgabe zusammenzustellen: Elektrik, Motorwartung und kleinere Reparaturen können in einer Tasche organisiert bleiben, ohne dass ein großer Metallkoffer an Bord herumsteht.

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Großes Hauptfach mit Unterteilung

Die CO2 ist als formstabile Tasche aufgebaut. Nach Angaben von Outils Océans besteht die Ausstattung aus einem großen Hauptfach, einer zentralen Trennwand, einem Werkzeughalter an der Vorderseite sowie zwei Taschen auf der Rückseite der Trennwand. Geschlossen wird die Tasche über einen Deckel mit Verschlüssen. Zum Tragen sind ein Schultergurt und zwei Griffe vorgesehen.

Diese Einteilung passt zu einem Bordalltag, in dem Werkzeug nicht nur verstaut, sondern auch schnell gefunden werden muss. Häufig gebrauchte Zangen und Schraubendreher lassen sich am Werkzeughalter unterbringen. Messgerät, Ersatzsicherungen oder Schrumpfschlauch gehören besser in getrennte Fächer, damit sie nicht zwischen schwerem Metallwerkzeug verschwinden. Im großen Hauptfach können größere Teile wie Steckschlüsselsatz oder Bohrmaschine liegen.

Für die Arbeit an Kraftstoffversorgung und Außenborder lohnt sich ebenfalls eine klare Trennung von Werkzeug und Verbrauchsmaterial. Der BOOTE-Ratgeber zum Kanister-Handling ohne Kleckern zeigt, welche Hilfsmittel dabei an Bord sinnvoll sein können.

Formstabil, waschbar und für harte Einsätze gedacht

Der Rumpf der CO2 besteht laut Hersteller aus halbstarrem Polyethylen. Der Deckel und die Seitenfalten sind aus beidseitig PVC-beschichtetem Polyester gefertigt. Gurte und Kantenband bestehen aus Polypropylen, die Nieten aus Messing, die Verschlüsse aus eingespritztem Polyamid. Outils Océans beschreibt die Tasche außerdem als waschbar und wasserfest.

Für den Bootsalltag klingt das grundsätzlich passend: Eine Tasche, die Form hält, lässt sich in engen Stauräumen besser beladen als ein weicher Beutel. Beschichtete Oberflächen können Schmutz und Ölspuren leichter verzeihen als unbehandeltes Gewebe. Dennoch ersetzt die CO2 keine wasserdichte Tasche. Wer sie in einer nassen Backskiste, im offenen Cockpit oder dauerhaft in Bilgennähe lagert, sollte den Stauplatz sorgfältig prüfen und empfindliche Elektronik zusätzlich schützen.

Sinnvoll für größere Bordarbeiten

Die CO2 eignet sich nicht nur für Servicemitarbeiter, sondern auch für Bootseigner, die regelmäßig selbst warten und dafür ein umfangreicheres Werkzeugsortiment griffbereit an Bord behalten möchten. Ihr Format kann gerade bei Arbeiten am Motor, an der Elektrik oder an einer Pumpe Vorteile bringen, wenn Werkzeug und Messgerät gemeinsam zum Einsatzort getragen werden sollen. Gegenüber einer festen Werkzeugkiste hat eine Tasche an Bord einen praktischen Vorteil: Bewegt sie sich bei Seegang, kann sie deutlich weniger leicht gegen Möbel, Verkleidungen oder andere Ausrüstung schlagen und poltert weniger. Das kann Boot und Werkzeug zusätzlich schützen, ersetzt aber keine sichere, möglichst rutschfeste Verstauung.

Ihre Grenze liegt im Stauraum des Bootes. Mit 26 Zentimetern Tiefe braucht die Tasche eine ausreichend breite und trockene Staufläche. Für ein kleines Notfall-Set, das nur Zange, Schraubendreher, Klebeband und Ersatzsicherungen enthält, ist sie wahrscheinlich zu groß. Bei größeren Arbeiten am Antrieb wiederum kann zusätzliches Spezialwerkzeug nötig sein. Welche Unterschiede bei Außenbordern eine Rolle spielen, erklärt BOOTE im Überblick Diesel kontra Benzin beim Außenborder.

Preis

Die Outils-Tool Bag CO2 ist für Motorbootfahrer interessant, die mehr als ein kleines Notfallset mitführen und ihr Bordwerkzeug systematisch organisieren wollen. Das große Hauptfach, die Unterteilung und die angegebene Traglast von 15 Kilogramm sprechen für eine flexible mobile Werkstatt. as große Hauptfach, die Unterteilung und die angegebene Traglast von 15 Kilogramm sprechen für eine flexible mobile Werkstatt. Der Preis wird vom Hersteller mit 137,52 Euro angegeben.

Bevorzugen Sie eine Werkzeugtasche oder einen festen Koffer? Schreiben Sie Ihre Erfahrungen in die Kommentare.

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Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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