AnkernSnubberBuddy, ein universeller Kettenhaken mit Fernbedienung

Hauke Schmidt

 · 16.09.2026

Der Subberbuddy funktioniert wie ein sehr solider Schnappschäkel und soll für Ketten von 8 bis 12 Millimeter Duchmesser geeignet sein .
Foto: Poseidon Marine
Ein Ankerstropp entlastet die Ankerwinde und mindert ruckartige Belastungen durch Schwell und Böen. Mit dem SnubberBuddy lässt sich die Verbindung zur Kette per Zugleine lösen, ohne dass der Kettenhaken von Hand am Bug abgenommen werden muss.

Wer mit dem Motorboot ankert, kennt die Situation: Der Anker ist im Grund, die Kette steht unter Zug und die Ankerwinde soll nicht dauerhaft belastet werden. Ein Ankerstropp, oft auch Snubber genannt, übernimmt dann die Last zwischen Kette und Boot. Er dämpft zugleich Bewegungen, wenn Schwell oder auffrischender Wind am Ankergeschirr ziehen.

Beim Bergen des Ankers kann der Stropp allerdings zur unpraktisch werden. Klassische Kettenhaken müssen meist wieder entlastet und am Bug gelöst werden. Bei stärkerem Wind und Seegang ist das keine angenehme Aufgabe.

Schnellverschluss statt Kettenhaken lösen

Der SnubberBuddy ist ein Schnellverschluss, der direkt um die Ankerkette geklippt wird. Anschließend kann der Stropp wie gewohnt belastet und bei Bedarf weiter Kette gefiert werden. Soll die Verbindung gelöst werden, wird eine separate Auslöseleine gezogen. Der Verschluss öffnet sich, der Stropp trennt sich von der Kette.

Die Auslöseleine kann am Bug bedient oder bis ins Cockpit geführt werden. Das schafft vor allem dann einen Sicherheitsgewinn, wenn der Skipper zum Bergen des Ankers nicht zusätzlich auf das Vorschiff muss. Gerade bei plötzlich zunehmendem Wind oder wenn rasch mehr Kette gesteckt werden soll ein großer Vorteil.

Für welche Ketten passt der SnubberBuddy?

Der Hersteller bietet den SnubberBuddy für 8-, 10- und 12-mm-Ankerketten nach ISO- und DIN-Maß an. Die angegebene Arbeitslast liegt bei 1.375 kg, die Bruchlast bei 5.500 kg. Der Preis beträgt 249 Euro. Wichtig ist, den Ankerstropp nicht als Komfortzubehör zu sehen, sondern als Teil eines funktionierenden Ankergeschirrs. Dazu gehören auch ausreichende Kettenlänge, ein geeigneter Ankergrund, der richtige Schwojkreis und die regelmäßige Kontrolle der Lage. Grundlagen dazu erklärt BOOTE im Beitrag Alles rund ums Ankern.

Buchtipps

Boote-Bordbuch bündelt wichtiges Praxiswissen für Motorbootfahrer in einem kompakten Format. Das unter Mitarbeit der BOOTE-Redaktion entstandene Buch behandelt Seemannschaft, Wetter, Törnplanung und typische Situationen an Bord. Für den Umgang mit dem Ankerstropp ist es besonders nützlich, weil es die Zusammenhänge des Ankerns nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil einer sicheren und gut vorbereiteten Bootspraxis vermittelt.

Neu an Bord richtet sich an neue Crewmitglieder und Einsteiger auf Segel- und Motorbooten. Der Ratgeber erklärt nautische Grundlagen, Leinen, Knoten, Manöver, Ankern und das Verhalten in Notsituationen. Damit ergänzt er den Praxischeck vor allem für Leserinnen und Leser, die verstehen möchten, warum ein sauber vorbereiteter Ankerplatz und eingespielte Abläufe an Bord wichtiger sind als ein einzelnes Ausrüstungsteil.

Nutzen Sie einen Ankerstropp? Schreiben Sie Ihre Erfahrungen und die Vor- oder Nachteile Ihrer Lösung in die Kommentare.

Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Hauke Schmidt

Hauke Schmidt

Redakteur Test & Technik

Hauke Schmidt zog bereits im Opti-Alter an die Küste und wuchs auf Jollen und Dickschiffen auf. Seit 2006 ist der Diplom Ozeanograf als Redakteur im Ressort Test & Technik tätig. Zu den Kernaufgaben gehören Ausrüstungs- und Bootstest, aber auch Praxisthemen rund um Elektronik, Seemannschaft und Refit. Als leidenschaftlicher Selbermacher verbringt er die Sommer am liebsten mit seiner Familie auf dem Wasser und die Winter mit Arbeiten am Boot.

Meistgelesen in der Rubrik Ausrüstung