Der fünfte Saisonlauf der UIM E1 World Championship am Yacht Club von Luanda hatte gleich mehrere Wendungen. Vor allem Westbrook Racing by Visit Angola, das Team von Will Smith und bis dahin Vorreiter in der Gesamtwertung, erlebte vor heimischem Publikum ein schwieriges Wochenende. Ein technisches Problem im ersten Gruppenlauf zwang die Mannschaft zum Bootstausch. Mit einem geliehenen RaceBird von Team AlUla reichte es anschließend dennoch nicht für den Einzug in die Finals.
Im entscheidenden Gruppenlauf fehlten Westbrook Racing weniger als eine halbe Sekunde auf Catie Munnings vom Sierra Racing Club. Das Team fiel auf Rang neun zurück. Damit wuchs der Abstand zu Team Brady deutlich.
Auch weitere Titelanwärter ließen in Angola Punkte liegen. Team AlUla kam nur auf Platz sieben. Team Drogba Global Africa, das beim vorherigen Rennen in Monaco seinen ersten Grand-Prix-Sieg gefeiert hatte, wurde auf Rang acht geführt. Team Miami belegte den letzten Platz.
Für die E1 Series war Luanda eine neue Bühne. Die Meisterschaft gastierte erstmals in Angola und damit erstmals im südlichen Afrika. Bereits vor dem Rennwochenende hatte BOOTE den neuen Austragungsort am Atlantik und die Ausgangslage im Titelkampf vorgestellt.
Im ersten Finallauf übernahm Mashael Alobaidan für Team Blue Rising zunächst die Spitze, bekam aber eine Long-Lap-Strafe, weil sie auf dem Weg zur ersten Kurve die Spur wechselte. Sara Misir Vaz brachte Aoki Racing dadurch nach vorn. Team Brady nutzte seine Long Lap früh, hatte danach freie Fahrt und gewann schließlich mit Sam Coleman am Steuer. Das brachte Emma Kimiläinen die Poleposition für den zweiten und entscheidenden Lauf.
Dort gerieten Aoki Racing und Team Blue Rising unmittelbar nach dem Start aneinander. Dani Clos und John Peeters verpassten jeweils eine Kursmarke und erhielten Long-Lap-Strafen. Damit waren beide Boote aus dem Kampf um den Gesamtsieg.
Emma Kimiläinen kontrollierte die Spitze lange, musste ihre vorgeschriebene Long Lap aber erst in der Schlussphase fahren. So kam Oban Duncan im RaceBird von Team Monaco im letzten Kurvenbereich noch einmal heran. Die Finnin behauptete sich jedoch bis ins Ziel. Duncan wurde für ihre Aufholjagd als Pilotin des Tages ausgezeichnet.
Nach dem Luanda GP führt Team Brady die Meisterschaft mit 157 Punkten an. Westbrook Racing folgt mit 117 Punkten, Aoki Racing liegt mit 86 Punkten auf Platz drei. Die Entscheidung fällt beim ersten Doppelrennen der Serie in Miami am 13. und 14. November.
Die E1 Series fährt mit identischen und vollelektrischen RaceBirds. Wie die Foiler funktionieren, welche Rolle Tragflächen und Energiemanagement spielen und warum die Teams stets eine Pilotin und einen Piloten einsetzen, erklärt BOOTE hier. Den angekündigten Luanda-Lauf hatte die Serie im Frühjahr gemeinsam mit Will Smith vorgestellt.

Redakteurin Wassersport Digital-Redaktion
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