Anvera 200-SSpeedboot mit über 60 Knoten und Cruiser-Qualitäten

David Ingelfinger

 · 19.08.2026

Das Speedboot „Anvera 200-S" feiert in Cannes seine Weltpremiere und kommt mit 1.800 PS auf über 60 Knoten Topspeed.
Foto: Anvera Italy
Auf dem Cannes Yachting Festival 2026 feiert die Anvera 200-S Weltpremiere. Das 20-Meter-Schlauchboot mit Carbon-Rumpf vom Hersteller Anvera Yachts soll über 60 Knoten erreichen und gleichzeitig den Komfort eines Cruisers mitbringen.

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Anvera hat sich mit Hochleistungs-Schlauchbooten aus Carbon einen Namen gemacht. Die Anvera 200-S ist das bislang größte Boot der Werft. Rumpf und Bootsform stammen vom Designer Brunello Acampora, der mit Victory Design für die Entwicklung von Offshore-Rennbooten und Motorbooten von Werften wie Riva oder Pershing bekannt wurde.

Über 60 Knoten

Die zwei MAN-V12-Motoren liefern je nach Motorisierung zusammen zwischen 1.300 bis 4.400 PS und haben Oberflächenantrieb vom Hersteller Top System verbaut. Bei dieser Propellerform tauchen die Schrauben bei Fahrt nur zur Hälfte ein, was den Widerstand deutlich senken soll. Laut Werft liegt die Reisegeschwindigkeit der Anvera 200-S komfortabel bei 40 Knoten. Bei Vollgas komme sie mit der 4.400 PS Motorisierung in der Spitze sogar auf über 70 Knoten.

Speedboot oder Cruiser?

Unter Deck soll die Crew nicht merken, dass sie gerade in einem Speedboot ist. Möglich sind laut Werft bis zu drei Kabinen: zwei Gästekabinen mit Bad und eine Crew-Kabine mit separatem Zugang. In die Hauptkabine wurde ein großes Doppelbett mit Kohlefaser eingerahmten Bettrahmen verbaut, darüber sitzt ein Dachfenster, das Tageslicht hereinlässt. Die Gästekabine ist mit zwei Einzelbetten bestückt. Das Bad ist großzügig angelegt und verfügt über eine bodentiefe Dusche. Anvera lässt die jedem Käufer die Möglichkeit die Yacht vollständig auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen, jede Einheit der limitierten Serie wird also individuell konfiguriert.

Leben an Bord

Auf dem Achterdeck ist genug Platz für eine großzügige Sonnenliege. Die reine Nutzfläche übersteigt laut Werft 30 Quadratmeter. Klappt man die seitlichen Terrassen aus, komme das Boot auf eine Breite von knapp sieben Metern. Unter dem T-Top liegt ein Lounge- und Essbereich, der seitlich geschlossen ist und für mehr Schutz vor den Elementen sorgt.

Von oben betrachtet zeigt die Anvera 200-S eine sehr lang gestreckte, extrem spitz zulaufende Silhouette. Die Schlauchtuben laufen vom Bug seitlich am gesamten Rumpf entlang. Am Heck öffnet sich eine breite, tief liegende Teakfläche, darüber sitzt der T-Top.

Drei Ausbaustufen

Die 200-S ist die mittlere von drei Ausbaustufen. Das Basismodell Anvera 200 läuft mit zwei MAN-V8-Motoren und 1.300 PS und soll laut Werft über 50 Knoten erreichen. Ganz oben steht die Racing-Version mit 2 x 2.200 PS und nennt sich 200-Racing. Alle drei Varianten werden nur in limitierter Stückzahl gebaut.


Technische Daten:

  • Länge: 19,97 m
  • Breite: 5,96 m (mit geöffneten Terrassen: 6,85 m)
  • Motorvarianten:
  • Anvera 200: 2 × MAN V8, 1.300 PS – Topspeed 50 Knoten
  • Anvera 200-S: 2 × MAN V12, 1.800 PS – Topspeed 60 Knoten
  • Anvera 200 Racing: 2 × MAN V12, 4.400 PS – Topspeed 70 Knoten


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Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

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