Am Dienstag den 11. August sank die 29,6 Meter lange Amer-Motoryacht “Angiola II” in den Gewässern zwischen Poltu Quatu und Porto Cervo vor Capo Ferro an Sardiniens Costa Smeralda. Zahlreiche Touristen filmten das Unglück und teilten ihre Videos auf Social Media-Kanälen. Laut lokalen Berichten brach zunächst ein kleineres Feuer im Maschinenraum aus, bevor das Schiff zu sinken begann. Die Flammen konnten zwar gelöscht werden, doch die 14 Personen an Bord – Gäste und Crew – mussten auf ein anderes Schiff evakuiert und nach Poltu Quatu gebracht werden. Verletzt wurde Medienberichten zufolge niemand. Die Küstenwache von La Maddalena rückte zum Einsatzort aus. Als die Rettungskräfte eintrafen, war “Angiola II” bereits teilweise unter Wasser. Um die Yacht wurden Ölsperren ausgelegt, bislang wird keine Kraftstoffverschmutzung gemeldet. Ein Bergungsunternehmen soll die notwendigen Arbeiten durchführen, während die Untersuchungen zur Havarie angelaufen sind.
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“Angiola II” wurde im Ende 2019 von der italienischen Werft Permare unter der Marke Amer Yachts zu Wasser gelassen und 2020 an ihre Ersteigner abgeliefert, die sie auf “The Limbo” tauften. Sie ist der zweite Rumpf der Amer F100-Serie, die zuvor als Amer Cento-Serie bekannt war. Das Außendesign und die Schiffsarchitektur stammen von Verme Projects, während das Interieur von Wilmotte & Associés Architectes entworfen wurde. Der Halbgleiter mit GFK-Rumpf und -Aufbauten bietet mit einem Innenraumvolumen von 145 Gross Tons viel Platz für bis zu zehn Gäste in fünf Kabinen, die Crew-Unterkünfte nehmen fünf Besatzungsmitglieder auf. Vier Volvo Penta-Motoren wirken auf IPS-Einheiten und sorgen für eine Reisegeschwindigkeit von 21 und einen Topspeed von 26 Knoten.
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Amer Yachts äußerte sich BOOTE und BOOTE EXCLUSIV gegenüber bereits zu dem Vorfall. „Dies ist nicht, wie die meisten Medien schreiben, ein neues Boot, sondern eine Yacht, die wir 2020 ablieferten und die seitdem mehrfach verkauft wurde. Der jüngste Verkauf zwischen Privatpersonen wurde von Maklern außerhalb der Werft abgewickelt", erklärte Barbara Amerio, Co-CEO von Amer Yachts. Die Werft habe sich um die Wartung des Bootes gekümmert, solange es unter Garantie stand. „Wie alle anderen sind wir erleichtert, dass Gäste und Crew in Sicherheit und wohlauf sind – und warten wie alle anderen auf die offiziellen Ergebnisse der Untersuchung", so Amerio weiter. Die Tanks seien strukturelle Doppelbodentanks. Wenn das Boot korrekt geborgen werde, gebe es keine Kraftstofflecks. „Es ist schmerzhaft, ein Boot sinken zu sehen, dem wir anderthalb Jahre Arbeit gewidmet haben und das wir wie alle unsere Boote bis ins kleinste Detail gepflegt haben. Wir stehen selbstverständlich für weitere Informationen zur Verfügung", betont die Geschäftsführerin.

Chefredakteur YACHT und BOOTE Exclusiv
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