B-Craft wurde 2024 von Roeland und Joris Van Aelst gegründet. Das Unternehmen baut sportliche Luxustender in den Niederlanden. Das erste Modell Akoya ist 8,6 Meter lang und kombiniert Wassersportfähigkeiten mit Komfort. Jetzt erweitert die Werft ihr Angebot um eine neue Variante.
Die Akoya Cabin basiert auf dem offenen Akoya-Modell. Der wichtigste Unterschied ist die neu hinzugefügte Kabine. Diese bietet Schlafplätze für zwei Personen, eine Toilette, einen Kleiderschrank und ein Waschbecken. Die Kabine ermöglicht Wochenendausflüge und längere Küstenfahrten.
Die Rumpflänge bleibt bei 8,6 Metern, die Breite bei 2,55 Metern. Das Gewicht liegt bei drei Tonnen. Als Antrieb dient ein Volvo Penta Motor mit 350 PS in der Basisversion oder 430 PS in der stärkeren Ausführung. Die Reisegeschwindigkeit beträgt 20 Knoten, die Höchstgeschwindigkeit 45 Knoten. Der Kraftstofftank fasst 350 Liter, der Frischwassertank 100 Liter.
Die Kabine soll laut Hersteller besonders See- und Binnengewässer-Eigner ansprechen. Sie bietet Schutz vor Wetter und mehr Privatsphäre. Durch die Übernachtungsmöglichkeit können Eigner längere Zeit an Bord verbringen, ohne an Land gehen zu müssen.
Die Akoya Cabin teilt sich die Grundphilosophie von B-Craft. Die Werft will Wassersportleistung mit Yacht-Komfort verbinden. Dazu gehört eine ausklappbare Wassersportanlage am Heck. Diese lässt sich für verschiedene Sportarten einstellen und bei Nichtgebrauch einfahren.
Die Schwimmplattform fährt automatisch aus und ein. Eine Leiter und Haken erleichtern den Einstieg ins Wasser. Eine Dusche mit warmem und kaltem Wasser ist vorhanden. Im Heck gibt es großen Stauraum für Sportgeräte. Automatisch ausfahrbare Sonnenliegen gehören zur Ausstattung.
Im Bug befindet sich ein Anker mit automatischer Bedienung. Ein Bugstrahlruder erleichtert das Manövrieren in engen Häfen. Die Steuerung erfolgt über zwei 10-Zoll Garmin Kartenplotter und ein eigenes B-Craft Bedieninterface. Eine App-Anbindung ermöglicht die Kontrolle verschiedener Funktionen vom Smartphone aus.
B-Craft setzt auf hochwertige Materialien. Die Polster und Bezüge können Kunden individuell wählen. Auch Teile der Ausstattung lassen sich anpassen. Die Werft bietet drei Individualisierungsstufen an: Stoffe und Farben, spezielle Teile und Zubehör sowie die komplette Anordnung an Bord.
In der Konstruktion verwendet B-Craft nach eigenen Angaben recycelte Materialien. Pro Boot sollen 2000 recycelte Flaschen verarbeitet werden. Die elektrische Anlage arbeitet mit 24 Volt. Eine 220-Volt-Steckdose ist in der Luxusversion vorhanden.
Die Sitzgruppe im Cockpit hat eine U-Form. Eine Kühlbox, ein Waschbecken und eine Küchenzeile gehören dazu. Ein Bimini-Top lässt sich automatisch ausfahren. Auch die untere Windschutzscheibe kann ausgeklappt werden. Seitliche Einstiegsplattformen erleichtern das Boarding.
Im vorderen Bereich befindet sich eine VIP-Lounge mit Stauraum. Ein Tisch fährt automatisch aus. In der Luxusversion gibt es gekühlte Schubladen und eine spezielle Schublade für Picknickkörbe. Die Beleuchtung ist in die Struktur integriert.
Das neue Modell entstand laut B-Craft aus Kundenwünschen. Viele Akoya-Eigner hätten nach einer Übernachtungsmöglichkeit gefragt. Sie wünschten sich ein Boot, das längere Ausflüge und mehr Unabhängigkeit ermöglicht.
Joris Van Aelst erklärt die Entwicklung so: Von Anfang an habe B-Craft ein Boot bauen wollen, das Wassersport und Komfort verbinde. Die Kabinversion sei eine natürliche Weiterentwicklung dieser Idee.
In den kommenden Monaten plant B-Craft Probefahrten und Vorführungen in Europa. Interessenten können das Boot dann selbst erleben. Genaue Termine und Orte gibt die Werft später bekannt. Auch Preise und Lieferzeiten stehen noch nicht fest.
Alle B-Craft Modelle nutzen Volvo Penta Motoren mit Forward Drive. Bei diesem System sitzt der Propeller vor dem Antriebsfuß, nicht dahinter. Das soll laut Hersteller die Manövrierfähigkeit verbessern und den Rumpf bei Wassersport weniger stören.
Der Rumpf wurde von B-Craft selbst entwickelt. Die Form soll schnelles Fahren und gute Wendigkeit ermöglichen. Gleichzeitig soll der Rumpf ruhig im Wasser liegen. Ballasttanks im Bug fassen 100 Liter. Sie können mit Wasser gefüllt werden, um die Gewichtsverteilung zu verändern. Das ist beim Wassersport wichtig, um die richtige Welle zu erzeugen.
Interceptoren am Heck helfen bei der Trimmung. Das sind kleine Klappen, die den Anstellwinkel des Rumpfes verändern. So lässt sich das Boot an unterschiedliche Geschwindigkeiten und Beladungen anpassen. Eine Kamera überwacht den Bereich hinter dem Boot beim Wassersport.

Redakteur Test & Technik